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Der Provinzrat der Dominikanerprovinz Teutonia hat am 9. März beschlossen, das Kloster St. Albert und Bildungshaus in Bornheim-Walberberg bei Bonn aufzugeben. Das teilte Provinzial Pater Hans-Albert Gunk am Donnerstagnachmittag in einer Pressemitteilung mit. Walberberg ist die größte der elf Niederlassungen der Provinz in in Deutschland, Bolivien und Taiwan. "Damit hat eine lange Zitterpartie ein Ende." (Prior P. Rufus Keller OP)
Walberberg ist die größte der elf Niederlassungen der Provinz in in Deutschland, Bolivien und Taiwan. Die ehemalige mittelalterliche Rheindorfer Burg mit klösterlicher Tradition seit dem 12. Jahrhundert war seit 1924 im Besitz der Dominikaner. Schon in den vergangenen Jahren wurde der einst rege Klosterbetrieb schrittweise eingestellt. Die Zahl der Mitarbeiter wurde von 50 auf 15 reduziert und der Tagungsbetrieb fast ganz eingestellt. Heute leben noch 20 Dominikanerpatres in Walberberg. Ihre Zukunft ist noch ungewiss.
Die Bildungsstätte in Walberberg war jahrzehntelang ein bedeutendes Zentrum des Nachdenkens über konservative Politik in Deutschland. 1938 wurde dort das "Institut für kirchliche Sprecherziehung" eröffnet, die erste Ausbildungstätte der Ordensangehörigen in dieser Art. Nach einem Zwischenspiel als Lazarett während des Zweiten Weltkriegs entstand eines der ersten christlich-sozialen Erwachsenenbildungswerke in Deutschland. Hier wurden 1945 die "Kölner Leitsätze" verabschiedet, die quasi das erste Parteiprogramm der CDU waren. An der Formulierung des darin geforderten "christlichen Sozialismus'" waren Angehörige des Dominikanerordens maßgeblich beteiligt.
Posted by webmaster, 10.03.2006 @ 12:33 Uhr