14. Mai 2008

Das Generalat der Missionare vom heiligen Kolumban zieht von Dublin nach Hongkong

Dublin/Hongkong (Fidesdienst) – Das Generalat der Missionsgesellschaft von St. Columban zieht von Dublin nach Hongkong um: Man möchte den missionarischen Anforderungen der heutigen Zeit entgegenkommen.

90 Jahre Missionsgesellschaft vom hl. ColumbanNeunzig Jahre nach der Gründung zog das Generalat der irischen Gesellschaft des heiligen Kolumban für die Außenmissionen (Missionary Society of St. Columban, SSC) von Dublin nach Hongkong um. Damit möchte man den Anforderungen der Mission in der heutigen Zeit besser entsprechen. Wie der Generalobere, P. Thomas Murphy SSC, dem in chinesischer Sprache erscheinenden Mitteilungsblatt der Diözese Hongkong „Kong Ko Bao“ mitteilte, „wurde der Beschluss nach einer langen und sorgfältigen gemeinschaftlichen Reflexion gefasst, die 90 Jahre missionarische Tätigkeit über die Grenzen hinaus und in den verschieden Kulturen der Gesellschaft widerspiegelt. In den vergangenen Jahren kamen 90% unserer Missionare aus Asien, Ozeanien und Lateinamerika“.

Pater Jim Mulroney, der die SSC-Provinz Hongkong leitet, betont, dass „die Wahl auf Hongkong fiel, weil hier ausgezeichnete Kommunikations- und Transportmöglichkeiten gegeben sind, die es uns ermöglichen, mit unseren Mitbrüdern in Kontakt zu treten“. Damit meint er auch diejenigen, die in China, zum Beispiel an der chinesischen Universität, tätig sind. „Es stimmt, dass wir die Bedeutung der Mission in China immer vor Augen haben – unsere Gesellschaft wurde eigentlich in gewissem Sinn zu diesem Zweck gegründet – doch der Umzug ist nicht ausdrücklich damit verbunden“, so P. Mulroney. Anlässlich der Feiern zum 90jährigen Gründungsjubiläum betonte P. Aguilar, der die Gemeinschaft des Ordens in den Vereinigten Staaten leitet, in einem von Kong Ko Bao veröffentlichten Artikel, dass der Gründer der Gesellschaft, P. Edward Galvin, die Mission in China bereits 1912 begann.

Wie der als Wissenschaftler am Holy Spirit Center in Hongkong tätige Anthony Lam mitteilt, „zeigt der Umzug die multikulturelle Identität der Gesellschaft vom heiligen Kolumban heute. Außerdem ist Hongkong ein für ausländische Missionare bestens geeigneter Ort, wenn es darum geht Englisch und Chinesisch zu sprechen. Und es ist der beste Ort, um mit einer Milliarde Chinesen in Festlandchina zu kommunizieren.“

Die Gesellschaft vom heiligen Kolumban für die Außenmissionen wurde 1918 in Galway (Irland) von den Priestern Edward Galvin und John Blowick gegründet, die Missionare nach China entsenden wollten. Sie wurde nach dem heiligen Kolumban benannt, weil man an den Großen irischen Missionar des 6. Jahrhunderts erinnern wollte. Am 5. Juni 1925 wurde sie vom Heiligen Stuhl anerkannt. Wie aus dem Päpstlichen Jahrbuch 2008 hervorgeht, hat die Gesellschaft heute 29 Gemeinschaften und 554 Mitglieder, davon 502 Priester.

Sofort nach der Gründung des Ordens gingen die ersten Missionare unter Leitung des Gründers nach China in die Diözese Hanyang. 1950 suchten sie in Hongkong Zuflucht, von wo aus sie ihre missionarische und seelsorgerische Tätigkeit fortsetzten. (NZ)

Lesermeinungen

Ein Kommentar zu “Das Generalat der Missionare vom heiligen Kolumban zieht von Dublin nach Hongkong”

  1. Elli Identicon
    Elli
    21. Mai 2009 13:56

    Über Irland gibt ja nun (leider!) Neues zu berichten.
    Siehe Sisters of Mercy usw.. Was in Irland geschah (nicht nur durch die erwähnten Schwestern) ist fürchterlich! Es ist ein verheerender Skandal! Es geschah nicht im sog. finsteren Mittelalter, es geschah im 20. Jahrhundert!

    Ich finde, dass auf einer Seite über kath. Orden auch über die dunklen Seiten der kath. Kirche berichtet werdensollte.

    Die Sisters of Mercy reagierten übrigens schon auf ihrer net-Seite. Und siehe auch die Berichterstattung bei Radio Vatican etc…

Was sagen Sie dazu?