16. Januar 2009

Sanierung und Neugestaltung Klosterplatz Einsiedeln

Einsiedeln – Einsiedeln lanciert ein Großprojekt von überregionaler Bedeutung: Der Klosterplatz Einsiedeln, der teilweise im Besitz des Klosters, teilweise im Besitz des Bezirkes Einsiedeln ist, soll saniert, neu gestaltet und an heutige Anforderungen angepasst werden.

Klosterplatz Einsiedeln

Klosterplatz Einsiedeln

Am 14. Januar gab das Kloster Einsiedeln bekannt, dass das Büro Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich den Studienauftrag gewonnen hat. In den nächsten fünf bis zehn Jahren sollen für einen zweistelligen Millionenbetrag auf einer Gesamtfläche von 40.000 m² ein Ort der Begegnung und ein würdiges Pendant zum Kloster entstehen.

Der Klosterplatz Einsiedeln ist – nach dem Petersplatz in Rom, dem er nachempfunden wurde – der zweitgrößte und –wichtigste Kirchenvorplatz Europas. Der Platz wurde im Laufe seiner 270-jährigen Geschichte immer stärker verbaut, sodass seine ursprüngliche beeindruckende Größe und Bedeutung heute nicht mehr erfassbar sind. Teile des Platzes sind in schlechtem baulichem Zustand und entsprechend nicht behindertengerecht. Der Sanierungsbedarf wächst ständig.

Auf Initiative des Klosters Einsiedeln und des Bezirks sollen daher Kloster- und Hauptplatz Einsiedeln saniert und neu gestaltet werden. Dies mit dem Ziel, dem Gesamtplatz die Bedeutung zurückzugeben, die zur Klosteranlage und zu Einsiedeln als meistbesuchtem Wallfahrtsort der Schweiz passen. Der Platz soll an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden, damit Einsiedeln in Zukunft einen weiteren, der Würde und Ausstrahlung des Klosters entsprechenden Anziehungspunkt bekommt.

Abt Martin Werlen betont die Bedeutung des Projektes für die Zukunft der Region Einsiedeln: „Der Klosterplatz soll als Ort der Begegnung von Menschen gestärkt werden und das ‚Miteinander’ von Dorf und Kloster fördern. So wird ein Ort mit noch grösserer Anziehungskraft für Pilger und Besucher entstehen.“

Ein „Platz im Platz“ für Einsiedeln

Marienbrunnen Einsiedeln

Marienbrunnen Einsiedeln

Der Begriff „Klosterplatz“ bezeichnet eine insgesamt rund 40’000 m2 große Fläche. Die dem Kloster gehörenden Perimeter umfassen den eigentlichen Platz vor dem Kloster sowie den Abteihof; dem Bezirk gehören der sogenannte Hauptplatz, der Paracelsuspark und der Weisswindgarten.

Die geplante Sanierung und Neugestaltung des Klosterplatzes wird schrittweise in die Tat umgesetzt. Der Platz soll an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden. Die Neugestaltung wird vielfältigere Nutzungen ermöglichen. Der Klosterplatz wird behindertengerecht gestaltet und erfüllt die Ansprüche an die Denkmalpflege.

Was sind die nächsten Schritte?

Perimeter im Besitz des Klosters: Das Siegerkonzept wird weiterbearbeitet und im Detail geplant. Bis Ende 2010 wird als erstes Teilprojekt der Abteihof saniert, der Klosterplatz soll ab 2011 folgen.
Perimeter im Besitz des Bezirks: Der Zeitplan für Hauptplatz, Paracelsuspark und Weisswindgarten wird in den entsprechenden Gremien des Bezirks diskutiert. In der Folge wird die Bevölkerung von Einsiedeln über den finanziellen Beitrag zum Hauptplatz abstimmen.

Die Ausstellung „Ein erneuerter Klosterplatz für Einsiedeln“ zeigt das Siegerkonzept im Modell sowie den Masterplan und die Detailpläne für die Umsetzung. Ausserdem werden auch die fünf anderen Vorschläge der teilnehmenden Teams im Masterplan gezeigt. Während der gesamten Dauer der Ausstellung sind Auskunftspersonen vor Ort.

Öffnungszeiten:
Mittwoch, 14. Januar: 14-18 Uhr
Freitag, 16. Januar: 17-19 Uhr
Samstag, 17. Januar: 11-15 Uhr

Ein Stein für den Klosterplatz

Das Kloster Einsiedeln deckt seinen Teil der Finanzierung des Klosterplatzes, der zwischen CHF 10 und 12 Mio. betragen wird, zu einem grossen Teil aus Spenden ab. Als symbolischen Gegenwert für Beiträge ab CHF 1’000.- wird auf Wunsch der Name der Spender auf einen Stein in der Pflästerung des Klosterplatzes eingraviert. Es wurden bereits über CHF 2 Mio. in knapp zwei Jahren gespendet.
Weitere Informationen: http://www.klosterplatz.com

(Fotos: Abtei Einsiedeln, Zenhäusern Kommunikation)

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