9. September 2009

Kloster Speinshart öffnet seine Pforten

Speinshart (pas) – Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2009 öffnet auch das Prämonstratenserkloster Speinshart seine Pforten.

Fr. Markus mit Weihrauch

Fr. Markus mit Weihrauch

Klöster gelten mit ihren Traditionen seit je her als Ort des Genusses – besonders im Blick auf Speisen und Getränke. Auch in Speinshart erfreuten die Gerichte aus der Klosterküche den Gaumen der Prämonstratenser-Chorherren. Wein und Most aus Franken wurde im Barock im Keller am Sommerhaus eingelagert. Bier, Schnaps und Likör kamen aus dem eigenen Brauhaus des Klosters.

Aber nicht nur der Genuss von Speisen und Getränke war den Chorherren in weiß bekannt, auch die Kunst erfreute das Auge und die Musik das Ohr. Deshalb möchte das Kloster Speinshart am Tag des offenen Denkmals zu einer Entdeckungsreise hinter die Klostermauern einladen und das Kloster Speinshart als einen Ort des Genusses erfahrbar machen.

Schauretusche der Restauratorin am Deckenbild

Etwas ganz besonderes wird es am Denkmaltag im Westflügel zu sehen geben. Hier laufen derzeit die umfassenden Restaurierungsarbeiten. Dagmar Opiola – Restauratorin im Kloster Speinshart – gewährt am 13. September einen Einblick in ihre alltägliche Arbeit an den Deckenbildern in den ehem. Privatgemächern des Abtes von Speinshart. Auf viele Fragen zum Umfang der Arbeiten, Techniken und der Vorgehensweise wird sie Antworten geben können. Hautnah können die Besucher der Restauratorin beim Retuschieren der Gemälde zusehen.

Klösterliche Spezialitäten

Im Innenhof der Abtei werden klösterliche Spezialitäten angeboten. In Speinshart gehört da natürlich der Apfelwein unbedingt dazu – in verschiedenen Varianten wird er angeboten. Der eigene Apfelsaft wird auch ausgeschenkt. Köstlichkeiten aus der Klosterküche wie zu alten Zeiten sorgen für einen wahren Genuss des Leibes.

Leben im Kloster – Genuss im 18. Jahrhundert

Als Genuss für das Auge werden sich der Kreuzgang und der Kapitelsaal für die Besucher zeigen. Architektonisch wirken die Räume durch das Spiel von Licht und Farben beeindruckend auf den Betrachter. Hier gibt es Einblicke in das klösterliche Leben einst und heute. Eine kleine Begleitausstellung stellt die verschiedensten Genüsse von Leib und Seele der Barockzeit dar.

Präsentation von Weihrauchsorten

Am Ende des Kreuzganges wartet ein berauschendes Highlight: Fr. Markus präsentiert verschiedene Weihrauchsorten in der Sakristei der Klosterkirche. Nicht nur in der Liturgie, sondern auch im medizinischen Bereich findet er Verwendung. Schon die alten Ägypter kannten die heilende Wirkung der getrockneten Harze.

Hildegard von Bingen und der Klostergarten von Speinshart

Durch den Klostergarten südlich der hohen Klostermauer wird Johanna Eisner führen. Seit Jahren arbeitet die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin hier nach den Ideen und Gedanken der Hildegard von Bingen. Sie gibt Führungen und einen dezidierten Einblick in die Heilkunde der Hildegard von Bingen.

Führungen und Öffnungszeiten:

Geöffnet ist das Kloster Speinshart am 13. September von 14:00 bis 17:00 Uhr. Vorführungen der Restaurierungsarbeit durch Dagmar Opiola am Deckengemälde im Westflügel gibt es von 14:00 bis 16:00 Uhr. Im Klostergarten finden ebenfalls von 14:00 bis 16:00 Uhr Führungen durch Johanna Eisner statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung in Speinshart unter www.kloster-speinshart.de.

Lesermeinungen

2 Kommentare zu “Kloster Speinshart öffnet seine Pforten”

  1. katharina Identicon
    17. September 2009 09:25

    Kloster Speinshart öffnet seine Pforten-Das ist wirklich phantastisch!Das ist ein wunderschönen Ort!Vielen Dank für die Infos und für den interessanten Artikel! 🙂

  2. Neukam, Christine Identicon
    Neukam, Christine
    11. November 2009 16:50

    Sehr geehrte Fratres,

    sehr geehrte Patres,

    ich finde Euer Engagement sehr gut. Es ist schön wenn sich in Speinshart wieder so gut regeneriert.

    Vielen Dank für das Bildchen vom Pater Wolfgang. Schönen Gruß an Pater Benedikt.

    Herzliche Grüße und Gottes Segen Christine Neukam, Mariahilfbergweg 3 a, 92224 Amberg und

    Burkhardsreuth 16, 92724 Trabitz.

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