2. Juni 2014

Nach fast 60 Jahren wieder Priesterweihe in Speinshart

Speinshart – Im Prämonstratenserkloster Speinshart in der Oberpfalz wird mit Fr. Lukas Florian Prosch OPraem nach fast sechzig Jahren wieder ein Priester geweiht.

Lukas Florian Prosch OPraem

Lukas Florian Prosch OPraem (Foto: Kloster Speinshart)

Der 33-jährige Ordensmann wird am Pfingstmontag in Speinshart zum Priester geweiht. Die Weihe nimmt Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg vor.

Im November letzen Jahres hat Frater Lukas seine ewige Profess auf das Kloster Speinshart abgelegt. Seit sechs Jahren lebt und arbeitet der gebürtige Schweinfurter in dem barocken Kloster im Oberpfälzer Hügelland. Einiges hat sich hier in den letzten Jahren getan. Auf seine Initiative hin wurden die Speinsharter Sommerkonzerte und das große Jahresprogramm begründet. Er ist seit 2010 der Leiter der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart. So zeichnet er sich neben den Konzerten auch für das Bildungsprogramm des Klosters verantwortlich. Zahlreiche Ausstellungen und Kunstprojekte hat die Internationale Begegnungsstätte in den letzten Jahren realisiert. In den letzten Monaten hat sich nun Frater Lukas im Rahmen des Pastoralkurses am Priesterseminar in Regensburg und seiner pastoralen Arbeit in der Pfarrei Herz Jesu Weiden auf seine Priesterweihe vorbereitet.

Am Pfingstmontag, den 9. Juni ist es dann soweit. Um 9.30 Uhr beginnt die Feier der Priesterweihe in der Klosterkirche. Der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger wird der Liturgie vorstehen. Durch Handauflegung und Gebet wird Frater Lukas in diesem Gottesdienst zum Priester geweiht. Die Feier wird vom Bläserensemble Bavarian Brass, dem Chor der Pfarrei Herz Jesu aus Weiden und dem Musikverein Greßthal mitgestaltet. Die Orgel spielt Walter Thurn. Außerdem wird auch Domorganist Paul Damjakob ein Postludium spielen.

Gesamte Region ist zur Mitfeier eingeladen

Zum Weihegottesdienst, der von mehreren Kameras auf ein Großleinwand im Innenhof der Abtei übertragen wird, haben sich neben Priestern und Ordensleuten auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft angekündigt. Dort werden zur Priesterweihe weitere 300 Sitzplätze für Gäste geschaffen. Einen klaren Vorteil haben diese Plätze: Die Zuschauer haben hier die Gelegenheit per Kamera beispielsweise das Versprechen von Frater Lukas und die Handauflegung durch den Weihbischof in der Nahaufnahme auf der Leinwand mit zu verfolgen. Der gesamte liturgische Dienst zieht vor und nach dem Gottesdienst durch den Innenhof. Außerdem wird auch im Innenhof die Kommunion gespendet. Auch die Feier der Primizmesse am 15. Juni wird im Innenhof übertragen.

Nach dem festlichen Weihegottesdienst sind alle zu einem Empfang im historischen Klosterhof eingeladen. Hier besteht Gelegenheit zur Begegnung mit dem neugeweihten Priester. Um 16 Uhr wird dann zu einer Vesper in die Klosterkirche eingeladen. Im Rahmen dieser Vesper wird Frater Lukas Florian Prosch den päpstlichen Segen spenden. Es wird ein ganz besonders feierlicher Segen sein. Er ist ein Privileg, das Papst Paul VI. den neugeweihten Priestern eingeräumt hat. Frater Lukas wird direkt am Tag seiner Weihe von diesem Segen Gebrauch machen. Eine Woche später feiert dann Frater Lukas am Dreifaltigkeitssonntag, den 15. Juni seine erste Messe in der Speinsharter Klosterkirche. Auch zu diesem Gottesdienst und dem Empfang auf dem Platz vor der Wieskapelle werden zahlreiche Gäste erwartet. Jeder ist willkommen. Nach der Vesper um 16 Uhr zu einer Vesper in die Klosterkirche wird Frater Lukas den Einzelsegen spenden. Zahlreiche Gläubige aus der ganzen Region werden zu diesem Einzelsegen erwartet. Nach einer alten Tradition spenden die neugeweihten Priester den Einzelsegen in den Tagen nach Ihrer Weihe.

Lesermeinungen

Ein Kommentar zu “Nach fast 60 Jahren wieder Priesterweihe in Speinshart”

  1. Lucia Alterer Identicon
    Lucia Alterer
    17. Juni 2014 19:41

    Ich durfte an der Priesterweihe teilnehmen. Ich war das erste Mal in Speinshart. Wunderschön renoviert und Dank der Prämonstratenser von Windberg/Roggenburg wieder zu neuem Leben erweckt.

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