25. Januar 2018

Abtei Mariawald wird geschlossen

Heimbach/Rom – Nun ist es amtlich. Die Trappistenabtei Mariawald in Heimbach in der Eifel wird im Laufe des Jahres geschlossen.

Abteikirche Mariawald (Foto: Daniel Tibi, 2007)

Das gab Abt Bernardus Peeters von der niederländischen Abtei Tilburg, päpstlicher Kommissar für Mariawald, bekannt. Die zehn größtenteils hochbetagten Mönche werden im Laufe des Jahres das Kloster verlassen. Ein Teil der Mönche wechselt in ein anderes Kloster des Ordens, ein anderer Teil zieht in Seniorenresidenzen in der Umgebung um. Die ca. 30 Beschäftigten in Gaststätte, Buchhandlung, Likörfabrik und Landwirtschaft, davon zwölf Festangestellte, verlieren ihre Arbeitsplätze. Gebäude und Grundstücke fallen an die Diözese Aachen.

Alle Bemühungen, das wirtschaftlich unabhängige Kloster als selbständiges Haus zu erhalten und die Gemeinschaft wiederzubeleben, sind gescheitert. Die Ordenskongregation in Rom hat die Aufhebung entschieden. Einer dieser Versuche war 2009 die Rückkehr zum tridentinischen Messritus durch Abt Josef Vollberg, die aber auch nicht den gewünschten Erfolg hatte.

Kloster Mariawald war das einzige Männerkloster der Zisterzienser der strengeren Observanz (Trappisten) in Deutschland. Es war 1860/61 von der Abtei Oelenberg im Elsass wiederbegründet worden. Nach der Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel ist Mariawald nun das zweite Zisterzienserkloster innerhalb weniger Monate, das wegen Personalmangels geschlossen werden muss.

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