Alexanderdorf


Abtei St. Gertrud, Kloster Alexanderdorf, Benediktinerinnenabtei in Kummersdorf-Alexanderdorf, Gem. Am Mellensee, Lkr. Teltow-Fläming, Brandenburg; 30 km südlich von Berlin.

Kloster

Kloster Alexanderdorf

Kloster Alexanderdorf

Das am 15. April 1934 errichtete Kloster Alexanderdorf geht aber auf eine Gruppe von Berliner Krankenschwestern zurück, die sich 1919 zusammenfand, um neben der Krankenpflege auch ein gemeinsames klösterliches Leben zu führen. 1929 wurde die Gruppe als St.-Hildegardis-Schwesternschaft anerkannt, 1934 das Herrengut Alexanderdorf in der Mark Brandenburg erworben und in den nächsten Jahren zu einem Kloster eigener Prägung ausgebaut. Ihrer Zeit weit voraus waren der Verzicht auf die damals übliche Trennung von Chor- und Laienschwestern und die offene Gestaltung der Klausur.

Unter der sowjetischen Besatzung nach dem zweiten Weltkrieg ging 1946 eine Gruppe Schwestern nach Westfalen und gründete in der Diözese Münster das Kloster St. Scholastika in der Burg Dinklage (8. Juni 1949). Im August 1949 erhielten in Alexanderdorf die ersten Schwestern die damals noch den Ordensfrauen mit feierlicher Profess vorbehaltene Jungfrauenweihe und legten 1950 die einfache ewige Profess ab. Damit war faktisch die Anerkennung des Klosters als Nonnenkloster erfolgt.

1979 begannen der Ausbau der Scheune zur Klosterkirche und die Renovierung der Klausurgebäude. 1984 wurde das Kloster von der Religiosenkongregation zur Abtei erhoben (10. Januar) und die bisherige Priorin Gisela Müller zur ersten Äbtissin gewählt (3. März) und geweiht (4. März). Am 1. September 1984 wurde nach fünfjähriger Bauzeit die ehemalige Scheune als Abteikirche St. Gertrud (von Helfta) konsekriert.

Zur Gemeinschaft gehören heute 30 Schwestern unter der Leitung von Äbtissin Ursula Schwalke. Sie widmen sich neben dem Chorgebet der Aufnahme und Begleitung von Gästen, betreiben eine große Hostienbäckerei, stellen liturgische Gewänder her und bewirtschaften den Klostergarten.

Zum Kloster gehören zwei Gästehauser: St. Josef für Exerzitien und Stille Tage und St. Hildegard für Gäste, die Erholung vom Alltag suchen oder im Kloster Ferientage verbringen möchten. Bei der Einrichtung wurden auch die Bedürfnisse von Familien mit Kindern berücksichtigt.

Angebote

Gemeinschaftstage für Benediktineroblaten und Interessierte, Einkehrtage und Exerzitien, Teilnahme an »Tagen im Kloster«, Stille und Einkehr, Briefe zu benediktinischen Themen, Klosterrundbriefe.

Literatur

  • Ruth Lazar: Nicht auf Sand gebaut. Benediktinerinnen in Alexanderdorf. – Berlin : Morus, 2002
  • Bernadette Pruß: Die Benediktinerinnen von Alexanderdorf. – In: Erbe und Auftrag 4/09, S. 447–449

Adresse:

Abtei St. Gertrud
Alexanderdorf
Klosterstraße 1
15838 Am Mellensee
Deutschland

Tel.: +49 (0) 33703 916-0
Fax: +49 (0) 33703 916-214
Web: www.kloster-alexanderdorf.de

Nicht auf Sand gebaut. Benediktinerinnen in Alexanderdorf (Gebundene Ausgabe)
von Ruth Lazar, Angelika Fischer
Preis: EUR 1,98

Lage & Anfahrt

Mit dem Flugzeug:

Berlin-Tegel ca. 75 km; Bus bis Bahnhof Zoologischer Garten; dann Zug (Regionalexpress 5) bis Bahnhof Zossen.
Berlin Schönefeld ca. 50 km; Bus bis Bahnhof Berlin-Schönefeld; dann Zug (Regionalexpress 5) bis Bahnhof Zossen

Mit dem Auto:

Ab Berlin A 10 Berliner Ring; Abfahrt Rangsdorf; B 96 bis Mellensee, dann Richtung Trebbin bis Kummerdorf-Alexanderdorf.

Mit der Bahn:

Ab Berlin (Bahnhöfe Spandau; Zoologischer Garten; Ostbahnhof oder Schönefeld) stündlich Regionalexpress 5 nach Elsterwerda / Hoyerswerda bis Bahnhof Zossen; dann mit Taxi zur Abtei (12km)

Letzte Änderung: 30. April 2012 

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Kommentare

2 Kommentare zu “Alexanderdorf”

  1. Hagelganz ,Olga Identicon Icon
    Hagelganz ,Olga
    20. November 2010 14:22

    Liebe Schwestern!Ich möchte beim Kurs “Jkonenmalen als geistiges Tun” am 30.06-10.07 anmelden.Liebe Grüße.Olga Hagelganz.

  2. Elli Identicon Icon
    Elli
    21. November 2010 12:56

    @Hagelglanz, Olga

    Ich frage mich, ob die Schwestern wohl diese net-Seite aufrufen und Ihren Kommentar lesen (und dann als Anmeldung verstehen u. akzeptieren)?

    Hinweis:
    Oben ist doch eine Adresse (Abtei) samt Tel. u. FAX angegeben. Warum nutzen Sie nicht diese Möglichkeiten?

Was sagen Sie dazu?