Alhaus, Wilhelm


Wilhelm d’Alhaus OSC (* 10. Aug. 1716 Ahlhausen; † 24. Mai 1794 Rheine), Kreuzherr; 1758–1794 Weihbischof in Münster, 1764–1794 Weihbischof in Osnabrück.

LebenJohann Wilhelm Ahlhausen wurde 1716 auf dem Hammerwerk Ahlhausen im Ennepetal geboren. 1735 legte er im Kreuzherrenkloster Bentlage die Profess ab und wurde – immer durch Weihbischof Ferdinand Oesterhoff OCist – 1737 zum Subdiakon, 1738 zum Diakon und 1739 zum Priester geweiht. Seit 1756 war er Prior von Bentlage. Im Februar 1758 erbat ihn sich der Kölner Kurfürst Clemens August von Bayern zum Weihbischof für das Bistum Münster. Nachdem Alhaus am 23. März 1758 vor dem Nuntius Niccolò Oddi in Bonn die professio fidei, den Glaubenseid, abgelegt hatte, ernannte ihn Papst Clemens XIII. im Oktober d.J. zum Titularbischof von Aratia. 1759 empfing er durch Weihbischof Graf Gondola, dem die Äbte von Abdinghof und Hardehausen assistierten, in der Paderborner Jesuitenkirche die Bischofsweihe.

Während des siebenjährigen Krieges wurde Alhaus, seit Kurfürst Clemens Augusts Tod im Februar 1761 Kapitularvikar im Bistum Münster – im September 1762(?) von der alliierten Kommandantur aus Münster ausgewiesen und zog sich nach Bentlage zurück. Der neue Kurfürst, Maximilian Friedrich Graf Königsegg, bestätigte Alhaus, der sein Amt als Prior von Bentlage am 16. April d.J. niedergelegt hatte, als Weihbischof und übertrug ihm zusätzlich noch das Weihbischofsamt im Bistum Osnabrück (3. Sep. 1764). Alhaus nahm daraufhin seine Residenz in Rheine, als beiden Bistümern nächstgelegenem Ort.

Neben seinen zahlreichen Klerikerweihen weihte Alhaus 1764 die Klosterkirche in Hohenholte und benedizierte 1774 Wilhelm Crone OCist zum 46. Abt von Marienfeld. 1784 amtierte er nach dem Tod Königseggs wiederum als Kapitularvikar in Münster.

Wilhelm d’Alhaus starb 1794 in Rheine und wurde in der Pfarrkirche St. Dionys beigesetzt.

Daten* 10. Aug. 1716 (Ahlhausen); † 24. Mai 1794 (Rheine); V.: Johann Wilhelm Ahlhausen, berg. Kämmerer u. Vizedrost zu Beyenburg; M.: Adriana Christina Hertzig; Prof.: 1735; Sac.: 19. Sep. 1739; Prior: 1756–1762; Ep.: nom. 2. Okt. 1758, cons. 4. Feb. 1759.

Literatur
  • Germania Sacra, Neue Folge, Bd.37/4 : Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster. Von Wilhelm Kohl. – Berlin, New York: De Gruyter, 2004, S. 87–88

Letzte Änderung: 6. Januar 2010 

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