Cappa Magna


Kardinal Siri mit Cappa Magna

Kardinal Siri mit Cappa Magna (Winterversion)

Cappa Magna, ein voluminöser, vorne offener ärmelloser Umhang mit einer die Schultern bedeckenden Gugel (Kapuze) und neun Meter langer Schleppe (cauda) aus (Moirée-)Seide. Sie wird von Kardinälen und Bischöfen, früher auch von anderen damit ausgezeichneten Prälaten (Äbte, Domherren u.a.), zu besonderen Anlässen getragen.

Die Cappa der Kardinäle ist rot (in der Fasten- und Trauerzeit violett), die der anderen Würdenträger violett mit rotem Innenfutter. Bei Ordensangehörigen hatte sie die Farbe des Ordenskleides (z. B. Benediktineräbte schwarz). Die Winterversion der Cappa Magna ist mit weißem (Hermelin-)Pelz gefüttert.

Die Cappa ist seit dem Hochmittelalter bezeugt. Nach dem Caeremoniale episcoporum von 1984 darf sie heute von den Diozesanbischöfen nur noch an besonderen Festtagen innerhalb ihres Bistums getragen werden.

Letzte Änderung: 29. März 2009 

Kommentare

2 Kommentare zu “Cappa Magna”

  1. Reichelstein, Helmut Anton, Pfr.i.R., röm.kath. Identicon
    Reichelstein, Helmut Anton, Pfr.i.R., röm.kath.
    5. April 2011 17:59

    – bis zu 9 m lang, verschiedene Farben, von 2 erwachsenen Männern mit Priesterweihe nachgetragen, in Seide, im Winter mit Hermelin besetzt. Wäre heute lächerlich und unerträglich. Zeitbedingtes Imponiergehabe und Eitelkeit – „omnia
    ad maiorem Dei Gloriam“. Dabei liest man dann die „Nachfolge Christi“.
    Wie viel Verirrungen gab es in unsere Kirche ? gez. H. Reichelstein

  2. Max Mahlzahn Identicon
    Max Mahlzahn
    21. August 2015 18:35

    Die Cappa ist nicht mehr „bis zu 9 Meter lang“. Früher war sie bei Kardinälen 12 Meter lang, aber Papst Pius XII hat sie 1952 mit dem Motu Proprio „Valde Solliciti“ auf die Hälfte, also 6 Meter, gekürzt.
    Im gleichen Jahr stellte am 4. Dezember die Ritenkongregation fest, daß die Halbierung der Länge auch für die Cappa von Bischöfen gilt. Diese wurden also von ehemals 7 Metern auf heute 3,5 Meter gekürzt.
    Getragen wird die Cappa von Kardinälen und Bischöfen weiterhin, wie sehr viele Bilder im Internet bezeugen.

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