Cazis


Kloster St. Peter und Paul, Dominikanerinnenkloster (Schwesternkloster) in der Gemeinde Cazis, Kanton Graubünden, Schweiz.

Kloster

Kloster Cazis

Kloster Cazis

Gegründet um 700 durch den Churer Bischof Viktor II. ist das Kloster Cazis wohl das älteste Kloster im Bistum Chur und das älteste Frauenkloster nördlich der Alpen. 1156 erhielt das inzwischen weltliche Kanonissenstift die Augustinusregel und wurde so wieder zu einem regulierten Kloster. Durch das Verbot der Novizinnenaufnahme 1526 war es zum Aussterben verurteilt und wurde nach dem Tod der letzten Äbtissin 1570 aufgehoben.

1647 rief Bischof Johann VI. Dominikanerinnen aus dem Kloster St. Peter in Bludenz nach Cazis, damit die Schwestern dort eine Schule einrichteten. Lange Zeit überlebte der Konvent nur durch finanzielle Zuwendungen der Churer Bischöfe. 1768 trieb ein Brand das Kloster beinahe in den Ruin.

1855 wurde ein Mädchenpensionat eröffnet, das aber nur kurze Zeit Bestand hatte. 1928 wurde auf Anraten des Churer Bischofs die strenge Klausur aufgehoben, wodurch das Kloster vom 2. zum 3. Orden übertrat und aus den Klausurnonnen Schwestern wurden. Dadurch wurde es der Gemeinschaft möglich, ihren Wirkungskreis auch außerhalb der Klausur zu entfalten. Sie entwickelten seitdem vielfältige Arbeitsfelder, bewahrten aber eine kontemplative Grundausrichtung.

1955 wurde die Haushaltungsschule St. Catharina mit Internat (seit 1998 Schule St. Catharina) eröffnet. Daneben sind auch Schwestern in den Schulen und Kindergärten der umliegenden Gemeinden und im Alters- und Pflegeheim Cazis tätig.

Zum Kloster gehören rund 50 Schwestern unter der Leitung einer Priorin, seit 2011 Agnes Brogli OP.

2002 gingen mehrere Schwestern aus Cazis nach Bludenz in Vorarlberg, um den Fortbestand des dortigen Klosters zu sichern.

Sehenswürdigkeiten

Das Kloster Cazis verfügt aufgrund seiner Geschichte nicht über bedeutende Kunstschätze. Die 1996 errichtete, »Heiligtum« genannte kleine Anbetungskapelle mit einer Nachbildung der Ikone von San Sisto Vecchio in Rom liegt innerhalb der Klausur und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Sehenswert sind die oberhalb des Klosters gelegene, 1999 restaurierte Wendelinkapelle aus dem 12. Jahrhundert und die gotischen Fresken im Chor der Pfarrkirche Cazis. Daneben gibt es im Kloster eine ständige Ausstellung religiöser Kunstkeramik von Sr. Caritas Müller OP.

Das Kloster verfügt auch über ein Gästehaus. Das von den Schwestern gebackene Klosterbrot und der im Kloster produzierte Bienenhonig werden an der Klosterpforte verkauft.

Adresse:

Kloster der Dominikanerinnen
Oberdorf
7408 Cazis

Tel.: +41 (0)81 632 30 60
Fax.: +41 (0)81 632 30 69
Web: www.kloster-cazis.ch

Lage & Anfahrt

Anfahrt mit dem Auto: Autobahn A13 nach Chur, weiter auf der A13/E43 Richtung San Bernardino, Ausfahrt Rothenbrunnen/Cazis oder Thusis-Nord.

Anreise mit der Bahn: SBB bis Bahnhof Chur, anschließend weiter mit dem RhB-Schnellzug nach Thusis (Richtung St. Moritz), dort umsteigen auf den Bus nach Cazis. Alternative: ab Chur mit dem RhB-Regionalzug bis Cazis (Richtung Thusis). kurzer Fußweg zum Kloster

Letzte Änderung: 6. Februar 2013 

Kommentare

2 Kommentare zu “Cazis”

  1. LUKRA Identicon
    LUKRA
    2. Juli 2011 11:58

    gruess gott liebe schwestern! hab heute vormittag ihre sendung im tv angesehen und es hat mir sehr gut gefallen…ich wünsche euch noch so viel erfolg mit gottes hilfe .

    ps.ich werde mich auf dem weg machen und einen brot kaufen kommen und eier.

    ich bin Tudor Lukra aus Hvar in Kroatien..lebe und arbeite in Wien als Pflegehelferin der stadt Wien..im AKH Uni klinik ich freue mich auf baldiges treffen mit euch

  2. Dr. Traugott Schall Identicon
    Dr. Traugott Schall
    19. August 2011 18:41

    „Grüß Gott“ liebe Schwetern,

    gibt es Schwester Priska noch bei Ihnen? Sie leitete ja vormals die große Schule. Wenn ja, möchte ich sie herzlich grüßen. Beim Schreiben meiner Lebnserinnerungen bin ich auf meine Begegnung mit den „Cazis-Schwestern“ in Hochaltingen gestoßen. Und ich habe Cazis, das Kloster und die Schule bei einem Kurzaufenthalt ja einmal selbst gesehen.

    Gott befohlen!
    Pfr. i.R. Dr. Traugott Schall
    Detmold

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