Deutscher Orden


Orden der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem, kurz Deutscher Orden, lat. Ordo Teutonicus OT, eine klerikale Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts.

Der Orden heute

Deutschordenskreuz

Deutschordenskreuz

Gegründet 1190 vor Akkon als Hospitalbruderschaft und 1198 in einen geistlichen Ritterorden umgewandelt, besteht das Institut seit 1929 als Klerikerinstitut (Regularkanoniker).

Der Brüderzweig des Deutschen Ordens besteht aus Ordenspriestern mit feierlicher und Laienbrüdern mit einfacher Profess. Dem Orden inkorporiert sind die Schwestern vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem (Deutschordensschwestern). Das den Drittordensgemeinschaften der Bettelorden oder den Oblateninstituten der benediktinischen Klöster vergleichbare Institut der Familiaren des Deutschen Ordens, dessen Mitglieder Familiaren oder Marianer genannt werden, wurde 1965 errichtet und ist dem Orden angegliedert. Ihm gehören Männer und Frauen an. Der Deutsche Orden umfasst heute etwa 100 Deutschordenspriester, etwa 190 Deutschordensschwestern und etwa 700 Familiaren. Außerdem gibt es noch das Institut der Ehrenritter.

Der Deutsche Orden gliedert sich in fünf Provinzen (Österreich, Südtirol-Italien, Slowenien, Deutschland und Tschechien/Slowakei), die von alters her auch Balleien genannt werden. Die Deutsche Brüderprovinz hat seit 1998 ihren Sitz in Weyarn (vorher Frankfurt a.M.), die österreichische in Wien und die Südtiroler Provinz in Lana.

Das Institut der Familiaren gliedert sich in die Balleien und (selbständigen) Komtureien Deutschland, Österreich, Südtirol, „Ad Tiberim“ in Rom und Tschechien/Slowakei sowie die selbständige Komturei „Alden Biesen“ in Belgien (Sint-Truiden). Ihnen steht ein Balleimeister bzw. Komtur vor.

An der Spitze aller drei Ordenszweige steht ein vom Generalkapitel auf Zeit gewählter, Hochmeister genannter Generaloberer im Rang eines Abts, der seine Residenz in Wien hat. Gegenwärtiger (65.) Hochmeister ist seit August 2000 Dr. Bruno Platter.

Der Deutsche Orden widmet sich heute v.a. der Pfarr- und Sonderseelsorge und caritativen Werken. Er ist Träger von Einrichtungen der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Suchthilfe und Jugendhilfe.

Hochmeister seit 1923

  1. Norbert Klein, 1923–1933
  2. Paul Heider, 1933–1936
  3. Robert Schälsky, 1936–1948
  4. Marian Tumler, 1948–1970
  5. Ildefons Pauler, 1970–1988
  6. Arnold Wieland, 1988–2000
  7. Bruno Platter, seit 2000

Weblinks:

Provinz Österreich und Generalleitung in Wien
Deutsche Brüderprovinz
Deutschordenswerke
Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim
Tschechische Provinz, Troppau (deutsch)

Letzte Änderung: 13. Juli 2009 

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