Ellegast, Burkhard


Burkhard Ellegast OSB (* 6. Nov. 1931), Benediktiner und 66. Abt der Benediktinerabtei Stift Melk in Niederösterreich.

LebenEllegast wurde 1931 als Sohn eines Stiftsfleischhauers in Melk geboren. Er besuchte das Stiftsgymnasium Melk und trat nach der Matura in das Stift ein (1951). Nach dem Theologiestudium in Salzburg wurde er 1956 durch den Wiener Erzbischof Dr. Franz König in der Stiftskirche Melk zum Priester geweiht. Das Lehramtstudium für Latein und Griechisch an der Universität Wien schloss er er 1963 mit der Lehramtsprüfung und der Promotion zum Dr. phil. ab.

In der Folge nahm er neben der Unterrichtstätigkeit am Stiftsgymnasium (bis 1998) verschiedene Aufgaben im Konvent und im Orden wahr: Konviktspräfekt, Novizenmeister, Klerikermagister, Bibliothekar, Delegierter beim Generalkapitel der österreichischen Benediktinerkongregation, Mitglied des Priesterrates und des Pastoralrates der Diözese St. Pölten u.a.m. 1967 wurde er zum Subprior ernannt und 1975 für zwölf Jahre zum 66. Abt des Stiftes Melk gewählt (Wiederwahl 1987 und 1999). Nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren legte er 2001 sein Amt nieder.

Ellegast war Initiator der zwanzig Jahre dauernden umfassenden Renovierung und Bestandssicherung der Stiftskirche und der gesamten Klosteranlage sowie Innovationen in vielen Bereichen des Stiftes. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Abt beschäftigt er sich seit Jahrzehnten mit der Erforschung der Geschichte des Stiftes Melk, besonders mit der Baugeschichte in der Barockzeit. Er schrieb zahlreiche Bücher und erhielt viele Auszeichnungen.

Er ist heute Novizenmeister und Vorsitzender der Monastischen Kommission der Österreichischen Benediktinerkongregation, außerdem ein gefragter Redner und Exerzitienleiter.

Daten* 6. Nov. 1931; Sac.: 1956; Abbas: el. 7. Aug. 1975, 9. Juni 1987 u. 17. Mai 1999, res. 6. Nov. 2001.

Werke
  • Der heilige Benedikt. Sein Leben, seine Regel – Anstoß und Wegweisung für unsere Zeit. In: B. Ellegast/M. Rotheneder, Zur 1500 Wiederkehr seines Geburtstages, Melk 1980
  • Die Restaurierung des Stiftes Melk nach dem Brand von 1738. In: Stift Melk GuG, Band 1, Stift Melk 1980, S. 83–119
  • Kaiserbesuche in Melk. In: Katalog der NÖ Landesaustellung im Stift Melk, Österreich zur Zeit Kaiser Josephs II., Wien 1980, S. 157–161
  • Unser Stift im Jahr 1945 – Persönliches und Historisches. In: MM 148, Juli 1985, S. 4-15 sowie MM 149, 1/1986, S. 4-15
  • Den Glauben leben: Die Benediktiner als unfreiwillige Kulturträger. In: Der Benediktinerorden – Gottsuchen in Gebet und Arbeit, Topos Taschenbücher, Band 245, Mainz 1994, S. 140-145
  • Die Schule im Dienst des Herrn – Der Weg ist das Ziel. In: Paradiesausstellung, St. Pölten 2000,S. 24-29
  • Peter Bischof – Die Benediktusfresken im Stift Melk, Salzburg 1995
  • 33 Jahre lang: Pater Prior Bruno Brandstetter. In: MM 167, März 2001, S. 50-59
  • Eine Schule für den Dienst des Herrn. In: Abgekommene Stifte und Klöster in Niederösterreich, St. Pölten 2001, S. 9-19
  • Aufklärerische Gedanken in den österreichischen Stiften am Beispiel Melks. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Band 115, St. Ottilien 2004, S. 283–368

Literatur
  • Johann Reikerstorfer: Zum Heilsauftrag der Kirche., In: Die Zeit, in der wir leben. Abt Dr. Burkhard Ellegast OSB zum 60. Geburtstag, hg. v. Konvent des Stiftes Melk, Melk 1991, S. 245–256.

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Letzte Änderung: 29. April 2012 

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