Fangauer, Paschalis


Paschalis Fangauer OSB (* 8. Jan. 1882 Eglfing; † 16. April 1950 Oksadŏk), Missionsbenediktiner der Abtei Tŏkwon, Missionar und Märtyrer.

LebenJohann Fangauer wurde 1882 in Eglfing, Gemeinde Köfering, geboren. Von den elf Kindern der Familie traten drei Söhne und drei Töchter in Ordensgemeinschaften oder Klöster ein: Dr. Georg Fangauer OSFS feierte 1910 Primiz, Michael Fangauer (* 1876) wurde als Bruder Barnabas Klostergärtner in St. Ottilien, zwei Schwestern gingen in Zams (Tirol) ins Kloster, eine weitere bei den Mallersdorfer Schwestern und wurde Oberin in Waldsassen. Johann Fangauer folgte im Sommer 1905 seinem Bruder als Brüderkandidat nach St. Ottilien, nachdem er schon mehrere Jahre als Gärtnergehilfe gearbeitet hatte.

Im Kloster arbeitete Fangauer in der Gärtnerei, bis er am 7. November 1909 nach Seoul ausgesandt wurde. Damit gehörte er zur Gründungsgruppe des neuen Klosters. In Korea war er als Obst- und Gemüsegärtner tätig und pflegte den Weinanbau. Im Ersten Weltkrieg wurde er (wie Br. Eugen Ostermeier) nach Tsingtau zum Militär einberufen und kam in japanische Gefangenschaft (1914–1920).

Bei der gewaltsamen Auflösung Tŏkwons durch die kommunistische Regierung kam er zunächst ins Gefängnis nach Pjöngjang und dann nach Oksadŏk, wo er am 16. April 1950 an Entkräftung starb.

Der Seligsprechungsprozess wurde im Mai 2007 eingeleitet.

DatenJohann Baptist; * 8. Jan. 1882 (Eglfing b. Regensburg); † 16. April 1950 (Oksadŏk, Korea); V.: Michael Fangauer, »Söldner«, d.h. Kleinbauer; M.: Maria Wankerl; G.: 10 Geschwister; E.: 1905; Prof.: 20. Okt. 1907.

Literatur
  • Renner, Frumentius: Paschalis Fangauer. In: Zeugen für Christus. Bd. II., Hg.: Moll, Helmut. – Paderborn: Schöningh, 1999

Letzte Änderung: 4. November 2008 

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