Foucauld, Charles de


Charles de FoucauldCharles de Foucauld (* 15. Sep. 1858 in Straßburg, Frankreich; † 1. Dez. 1916 in Tamanrasset, Algerien), französischer Priester, Trappist und Einsiedler

Foucauld verlor im Alter von sechs Jahren seine Eltern und wurde vom Großvater großgezogen, nach dessen Vorbild er die Militärkarriere einschlug. Als Jugendlicher entfernte er sich vom Glauben. Während eines Aufenthalts in Marokko ließ die Begegnung mit dem muslimischen Glauben in ihm die Frage nach der Existenz Gottes neu aufleben. Nach seiner Rückkehr in die Heimat machte er sich in Begleitung eines Geistlichen auf die Suche. Im Oktober 1886 fand er im Alter von 28 Jahren zum Glauben zurück. Eine Pilgerreise in das Heilige Land offenbarte ihm seine Berufung: er wollte Jesus und dessen Leben in Nazareth nachfolgen.

Er lebte sieben Jahre lang im Trappistenkloster. Danach lebte er allein im Gebet und in der Armut bei den Klarissinnen in Nazareth. Im Alter von 43 Jahren (1901) wurde er zum Priester geweiht und zog daraufhin in die algerische Wüste, wo er betete und über die Heilige Schrift meditierte und hegte dabei stets den Wunsch, allen Menschen ein „universaler Bruder“ zu sein, das lebendige Bild der Liebe Jesu.

Am Abend des 1. Dezember 1916 wurde er von einer vorüberziehenden Banditenbande ermordet.

Auf Foucaulds geistiges Erbe berufen sich weltweit rund 20 Vereinigungen und Ordensgemeinschaften. Die bekanntesten davon sind die Kleinen Brüder Jesu und die Kleinen Schwestern Jesu.

Letzte Änderung: 1. August 2009 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Foucauld, Charles de”

  1. Charlaine Maier Identicon
    Charlaine Maier
    4. Juli 2010 20:56

    Ein erstaunlicher Weg, den Charles zurückgelegt hat. Ein „Heiliger“ aus unserer Zeit. Als ich 1965 zur ersten Hl.Kommunion ging, habe ich ihn als Namenspatron erhalten (niemand wusste, woher der Name Charlaine kam und welchem Heiligen oder welcher Heiligen er zugeordnet wurde).
    Ich bin dankbar dafür. In meinem Leben gibt es ebenfalls dunkle Erlebnisse, Rebellion gegen diesen Gott. Und heute weiss ich : ER HAT MEIN LEBEN SEIT ANFAN AN IN SEINER HAND. Da war mir Charles d.F.´s Leben eine Glaubens- und Lebenshilfe.

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