Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf


Die Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf, span. Hermanas Franciscanas Misioneras de María Auxiliadora, lat. Sorores Franciscanae Missionariae a Maria Auxiliatrice, sind eine franziskanische Drittordenskongregation päpstlichen Rechts, die von der Schweizerin Bernarda Bütler in Kolumbien gegründet wurde.

HeuteWeltweit gehören der Kongregation ca. 840 Schwestern an (Juni 2008), die größtenteils in Südamerika tätig sind. Die mitgliederstärksten Provinzen sind Kolumbien (350) und Brasilien (320). Die Schwestern sind in Schulen, der Seelsorge, Mission, Medien und im sozialen Bereich aktiv. Das Generalat befindet sich in Bogotá.

Die Provinz Schweiz und Österreich wird vom Provinzhaus in Frastanz, Vorarlberg, geführt. Die Provinz zählt 77 Schwestern (Juni 2008). In der Schweiz leben noch 17 Schwestern, die in der Betreuung älterer Mitschwestern oder in Altersheimen tätig sind.

Weblink:

Österreichische Provinzleitung der Missionsfranziskanerinnen von Maria Hilf

Geschichte
Maria Bernarda Bütler

Maria Bernarda Bütler

M. Bernarda Bütler wurde 1848 in Auw AG geboren. 1867 trat sie bei den Kapuzinerinnen im Kloster Maria Hilf in Altstätten SG ein. 1880 wurde sie Oberin der Gemeinschaft. 1888 reiste sie – dem Ruf des deutschstämmigen Bischofs von Portoviejo, Peter Schumacher CM (1839–1907), folgend – mit einer Gruppe Schwestern von Maria Hilf nach Ecuador, wo sie v.a. in der Krankenpflege und im Schulwesen wirkten.

Nach der Machtergreifung der antiklerikalen ecuadorianischen Radikalliberalen unter Präsident Jose Eloy Alfaro Delgado im Jahr 1895 musste Maria Bernarda Bütler mit ihren Mitschwestern nach Cartagena de Indias im benachbarten Kolumbien flüchten. Dort gründete Bütler die Kongregation der Missionsfranziskanerinnen von Maria Hilf, deren Generaloberin sie bis 1920 war, mit Mutterhaus und Noviziat, Töchterschule und Internat, Lehrerinnenseminar usw., die sich schnell auch in andere Länder ausbreitete (Brasilien). Eine europäische Niederlassung wurde 1905 in Gaißau in Vorarlberg errichtet (St.-Josefs-Missionshaus mit Kandidatur und Noviziat), 1930 ein weiteres St. Josefsheim für Kinder in Altstätten übernommen.

Das Institut wurde 1905 dem Kapuzinerorden unterstellt und erhielt 1912 die bischöfliche und 1938 die päpstliche Anerkennung.

Letzte Änderung: 24. Juni 2009 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf”

  1. Marius Kaiser, Pfr.
    23. Juni 2009 22:02

    Liebe Sr. Johanna Untersander. Sie haben mir vom Kloster (Missionshaus St. Josef) in Gaissau Vorarlberg aus geschrieben und mir für die CD mit den Vorträgen von Urs Keusch auf CD gedankt. Selbstverständlicherweise müssen Sie dafür nichts bezahlen. Es ist schön, wenn wir Priester von der Corpus Christi-Bewegung Freude bereiten konnten. Mit herzlichen Grüssen – im Gebet verbunden – Marius Kaiser, Pfr.

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