Gemeinschaft der Seligpreisungen


Gemeinschaft der Seligpreisungen, lat. Communitas Beatitudinum (CB), eine der sog. Neuen Geistlichen Gemeinschaften der katholischen Kirche, gegründet 1973 in Frankreich von zwei Ehepaaren unter dem Namen „Der Löwe von Juda und das geopferte Lamm“ (Le Lion De Juda Et L’agneau Immolé , Bezeichnungen für Christus in der Offenbarung des Johannes), 1991 umbenannt in „Gemeinschaft der Seligpreisungen“.

2002 wurde die schnell wachsende Gemeinschaft vom Heiligen Stuhl als Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechtes anerkannt, mit einer Approbation „ad experimentum“ ihrer Statuten. Seit der Neustrukturierung 2011 (infolge schwerer Vergehen von prominenten Mitgliedern der Gemeinschaft) ist sie nun kirchenrechtlich ein „öffentlicher Verein von Gläubigen“ der Erzdiözese Toulouse.

Struktur

Die Gemeinschaft der Seligpreisungen gliedert sich in drei Zweige mit jeweils eigenen Verantwortlichen: einen Zweig bilden die Schwestern, einen anderen die Brüder, zu denen auch Priester gehören. Der dritte Zweig umfasst die Laien (Männer und Frauen, verheiratet oder ehelos lebend), aber auch Kleriker im ständigen Diakonat. Daneben gibt es noch die „Freunde des Lammes“ und die „Seligpreisungen der Heiligen Familie“, die der Gemeinschaft durch ein jährlich erneuerbares Versprechen angegliedert sind.

Spiritualität

Die Spiritualität der Gemeinschaft ist inspiriert von Einflüssen des Karmel (Inneres Gebet und Kontemplation) und der Tradition der Ostkirche, was sich zum Teil auch in byzantinischen Elementen in der Liturgie ausdrückt. Daneben finden die Praxis des Lobpreises und die Ausübung von Charismen ebenso ihren Platz, wie auch die marianische Frömmigkeit. Zu dem besonderen Gebetsanliegen der Einheit aller Christen kommt auch die geistliche Verbundenheit mit dem Volk Israel. Das gemeinschaftliche Leben soll vom Geist der Seligpreisungen geprägt sein und eine tiefe Sehnsucht nach dem Reich Gottes ausdrücken.

Der Gemeinschaftsalltag ist geprägt durch das liturgische Leben (Stundengebet, Eucharistie, eucharistische Anbetung) sowie durch die gemeinsamen Apostolate im Dienst an den Armen und in der Verkündigung des Evangeliums. Das Gebetsleben der Mitglieder ist dem Lebensstand und seinen spezifischen Herausforderungen angepasst.

Verbreitung

Die Gemeinschaft der Seligpreisungen hat Niederlassungen in 26 Ländern auf fünf Kontinenten. Im deutschsprachigen Raum hat sie fünf Niederlassungen: Bad Driburg, Geisenheim und Uedem in Deutschland; Maria Langegg (Aggsbach Dorf) in Österreich und Zug in der Schweiz. In der Schweiz bestehen noch zwei weitere Häuser: eines in Venthône (frz.) und eines in Lugano (ital.).

Weblinks

Deutschsprachige Website der Gemeinschaft

Letzte Änderung: 26. September 2013 

Kommentare

5 Kommentare zu “Gemeinschaft der Seligpreisungen”

  1. Elisabeth Senft Identicon
    Elisabeth Senft
    19. Oktober 2009 14:39

    Ich habe Ihnen etwas sehr wichtiges mitzuteilen und zu senden und bin sehr ineressiert an Ihrem Ordensleben.

    MfG

  2. Elisabeth Senft Identicon
    Elisabeth Senft
    19. Oktober 2009 14:40

    Ich habe Ihnen etwas sehr wichtiges mitzuteilen und zu senden und bin sehr ineressiert an Ihrem Ordensleben.

    MfG

    ich schreibe Ihnen erstmalig

  3. Glauben pratizieren | Junge deutsche Literatur Identicon
    13. Juli 2010 21:20

    […] gibt es auch Gemeinschaften, evangelikale Orden wie die Communaute de Taize, die doch interessante Gemeinschaft der Seligpreisung, ein Orden der charismatischen Erneuerung. Alles in allem eine vielfältige Religion, die sich um […]

  4. Angelika Horka Identicon
    Angelika Horka
    14. September 2010 18:13

    gibt es bei Ihnen auch ein Jahresprogramm, näheres Kennenlernen, der Gemeinschaft, bitte antworten sie.

  5. Marita Schmidt Identicon
    Marita Schmidt
    23. Januar 2011 16:48

    Irgendwie finde ich es nicht gut, auf dieser Seite Kritik an einer Gemeinschaft zu üben, die von der Kirche anerkannt worden ist, auch wenn sie Kontakt mit einer nicht-anerkannten Gemeinschaft in Medugorje hat. Wenn Sie für alle Gemeinschaften Positives und Negatives berichten würden, wäre es in Ordnung. Aber so finde ich es diskriminierend, selbst wenn ich persönlich es auch nicht so gut finde, dass die Gem. der Seligpreisungen in ihrer offiziellen Einstellung zu Medugrje dem Urteil der Kirche irgendwie vorzugreifen scheint (wenn auch vielleicht nicht ausdrücklich gewollt). Im Übrigen werfen die meisten ehemaligen Mitglieder von Ordensgemeinschaften ihren ehemaligen Gemeinschaften einen autoritativen Führungsstil vor… Das sollte man bei der Weitergabe solcher Informationen auch vor Augen haben!

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