Häußling, Angelus


Angelus Häußling OSB (* 1932), Benediktiner der Abtei Maria Laach; 1975 bis 2000 Professor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Theologischen Fakultät der Philosphisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern.

Albert; * 1932 (Lambrecht/Pfalz); E.: 1951; Prof.: 22. März 1953; Sac.: 27. Juli 1958.

Häußling studierte Philosophie und Theologie in Maria Laach und Beuron. 1961 setzte er seine Studien an den Universitäten Innsbruck (u. a. bei Karl Rahner SJ) und Salzburg fort. Am 25. März 1965 wurde er in Salzburg zum Doktor der Theologie promoviert. Seit 1968 versieht er in Maria Laach das Amt des Bibliothekars.

Nach Lehrtätigkeiten am Liturgischen Institut in Trier sowie an den Hochschulen der Steyler Missionare in St. Augustin und der Redemptoristen in Hennef-Geistingen wurde Häußling 1976 zum außerordentlichen Professor für Liturgiewissenschaft und 1980 zum ordentlichen Professor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der PTH Benediktbeuern ernannt. Diese Aufgabe übte er bis zu seiner Entpflichtung im Sommer 2000 aus. In der Zwischenzeit erhaltene Rufe auf Universitätslehrstühle in Mainz (1977) und Bochum (1982) lehnte er ab. Am 15. November 2000 erhielt er von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Fribourg/Schweiz die Ehrendoktorwürde.

Häußling machte sich nicht nur um die liturgische Ausbildung mehrerer Generationen von Salesianern und Laientheologen verdient, sondern übernahm auch Verantwortung für die Kirche auf Bistums- und Bundesebene. Von 1972 bis 1975 gehörte er dem Diözesanrat (als Vorsitzender des Sachausschusses Liturgie) und von 1975 bis 1980 dem Priesterrat der Diözese Trier an. Von Herbst 1986 bis Sommer 1996 fungierte er als Berater der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Das wissenschaftliche Werk Häußlings hat weithin Beachtung gefunden. Unter anderem ist er seit 1967 Mitherausgeber von Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft und seit 1975/1978 Mit- bzw. erster Herausgeber der Fachzeitschrift Archiv für Liturgiewissenschaft.

Letzte Änderung: 16. Dezember 2008 

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