Hehenberger, Josef


Josef Hehenberger OCist (* 1940), 3. Abt der Zisterzienserabtei Jequitibá und Pfarrer in Jacobina, Bundesstaat Bahia, Brasilien.

* 20. Feb. 1940 (Strohheim bei Eferding, OÖ); Vest.: 14. Aug. 1962 (Schlierbach); Prof.: 15. Aug. 1963; Sac.: 15. Dez. 1968; Abbas: el. 17. Nov. 2004, ben. 19. Dez. 2004, res. 21. März 2014.

1962 Matura am Stiftsgymnasium Schlierbach. Ging 1966 nach Brasilien. Priesterweihe. Nach verschiedenen Einsätzen im Kloster Jequitibá wurde er 1979 Seelsorger in der Pfarrei Jacobina.

Weil er sich für die besitzlosen Landarbeiter einsetzte, wurde er 1989 auf die Todesliste der Großgrundbesitzer gesetzt. Er errichtete ein Seelsorgszentrum, ein Haus für Straßenkinder, eine Schule für Jugendliche, die keine Schulbildung erhalten hatten, eine Art Krankenhaus und vieles mehr.

Am 30. November 2007 erhielt er in Klagenfurt den mit 10.000 Euro dotierten (27.) Erzbischof-Romero-Anerkennungspreis der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMB).

Im Rahmen einer außerordentlichen Visitation durch den Generalabt Lepori trat Hehenberger am 21. März 2014 zurück.

Literatur

Klaus Ebenhöh: Ich folge dem Ruf meines Herzens. Missionar Pater Josef Hehenberger. – Linz: Edition Kirchenzeitung, 2001

Letzte Änderung: 26. März 2014 

Kommentare

2 Kommentare zu “Hehenberger, Josef”

  1. André Christian Limley Identicon
    10. November 2013 20:59

    Ich lernte P. Josef Hehenberger am 6. Mai 1991 im Bus zwischen Feira de Santana und Salvador/Brasilien kennen. Er erzaehlte mir eine Geschichte, die so haarstraeubend klang, dass ich sie damals nicht glaubte. Er berichtete, er sei als Pfarrer von Jacobina/Bahia jahrelang von einem Analphabeten, der es zum Fazendeiro (Gutsbesitzer) gebracht hatte, namens Arlindo Caico verfolgt worden, habe 1990 deswegen Jacobina auf Befehl seines Ordensoberen verlassen und ein Jahr im Zisterzienserinnenkloster Itacaré (São Paulo) zubringen muessen, sei von dort vor vier Tagen ohne Erlaubnis seines Abtes zur 40 Stunden-Busfahrt zurueck nach Jacobina aufgebrochen, habe dort vor zwei Naechten eine ihm ergebene, verheiratete Frau dazu gebracht Sex mit Arlindo Caico zu machen und, nachdem die Frau den Vollzug bekanntgegeben hatte, die Fakten ihrem Ehemann berichtet, der daraufhin Arlindo Caico aus Eifersucht erschossen habe. Jetzt sei er (Hehenberger) auf der Flucht aus Jacobina, wo alle von seinem Zwist mit Arlindo Caico wuessten und er mit Sicherheit wegen Mordes angeklagt werden wuerde, und auf dem Weg nach Salvador, um dort seinen Mitbruder P. Meinrad Schroeger O.Cist. zu treffen und um Hilfe zu bitten.
    Vor 14 Tagen fiel mir das Buch von Klaus Ebenhoeh in die Haende und ich las zu meiner Verblueffung eine voellig andere Geschichte.
    Wenn P. Josef jedoch am 6./7.Mai 1991 P. Meinrad Schroeger in Salvador getroffen hat, koennte der die Wahrheit bekanntgeben, denn er duerfte sie wissen.
    Beide wurden nacheinander Aebte von Jequitibá: Meinrad Schroeger von 1996-2004, als er nach einer ueblen Intrige des damaligen (inzwischen exklaustrierten) Novizenmeisters P. Pedro Almeida Leal zuruecktrat, Josef Hehenberger wurde im November 2004 gewaehlt.
    Wenn die Geschichte, die er mir vor 22 Jahren erzaehlt hat, stimmt (und Altabt Meinrad sie bestaetigt), sollte er den Oscar-Romero-Preis zurueckgeben und auch die 10000 Euro. Wir lateinamerikanische Katholiken koennen nicht dulden, dass der Name unseres wichtigsten Maertyrers beschmutzt und missbraucht wird.

  2. André Cristian Limley Identicon
    10. April 2014 21:13

    Lobenswert, dass der Generalabt der Zisterzienser als Schweizer fuer Ordnung sorgt. Doch so gut der seit vielen Jahren ueberfaellige Ruecktritt Josef Hehenbergers ist (eigentlich haette er niemals zum Abt gewaehlt werden duerfen), so noetig ist doch die Klaerung der Frage der Rueckgabe des ihm zu Unrecht am 30.11.2007 verliehenen Oscar-Romero-Preises und des Preisgeldes von 10.000 Euro. Freiwillig wird Hehenberger dazu niemals bereit sein, weil Menschen seiner Mentalitaet sich gern als verfolgte Unschuld fuehlen. Deshalb meine Bitte an Generalabt Lepori: lassen Sie diesen schwarzen Fleck auf der Weste Ihres Ordens nicht zu und fordern Sie Josef Hehenberger zum Handeln auf!

Was sagen Sie dazu?