Kalasantiner


Die Kalasantiner, vollst. Name Kongregation für die christlichen Arbeiter vom hl. Josef Kalasanz (lat. Congregatio pro operariis christianis a S. Josepho Calasantio, COp), sind eine Klerikerkongregation päpstlichen Rechts, die 1889 in Wien von Anton Maria Schwartz (1852–1929) zur religiösen und sozialen Betreuung der Arbeiter gegründet und nach José Calasanz, dem Stifter der Piaristen, benannt wurde. Die Mitglieder verpflichten sich durch ein Sondergelübde zur Arbeiterseelsorge.

Der ehemalige Piarist Schwartz – er war auf Wunsch der Ordensleitung ausgetreten, da diese während des damaligen sog. Kulturkampfes am Fortbestand der eigenen Gemeinschaft zweifelte – war seit 1882 in der Arbeiterseelsorge engagiert. Besonders kümmerte er sich um die Arbeiterjugend, indem er Lehrlingsheime, Tagesheimstätten (sog. Knabenoratorien) und weitere Formen der Arbeiterpastoral ins Leben rief. 1926 wurde die Kongregation päpstlich anerkannt und 1939 endgültig bestätigt.

Die Kongregation blieb auf Österreich beschränkt und hat noch ca. 40 Mitglieder. Ordensleitung und Mutterhaus befinden sich in Wien 15. Die Kalasantiner widmen sich der diözesan getragenen Arbeiterseelsorge, der Jugendevangelisation in verschiedener Form (Straßenmission, Wochenendtreffen, Lager, Wallfahrten etc.) – großteils in Zusammenarbeit mit den “Schwestern der Jüngersuche”, einer den Kalsasantinern seit 1996 angegliederten Gemeinschaft – und betreuen mehrere Pfarreien. Zentren der Evangelisierung sind das Kalasantinum in Wien, das P.-Schwartz-Missionszentrum in Schwarzau und das Jüngerzentrum, ebenfalls in Wien.

Die Spiritualität der Kongregation ist stark marianisch geprägt. Schwartz selbst hatte sich nach einer schweren Krankheit 1873 der Gottesmutter geweiht und den zusätzlichen Vornamen Maria angenommen. Eine seiner Aufgaben sieht der Orden in der Verbreitung von Muttergottesstatuen, die dort, wo sie aufgestellt werden, den Geist des Gebetes fördern sollen.

Weblink

www.kalasantiner.at

Letzte Änderung: 10. November 2008 

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