Kiechle, Stefan


Stefan Kiechle SJ (* 1960 Freiburg im Breisgau), designierter Provinzial der deutschen Provinz der Gesellschaft Jesu (Jesuiten).

Leben

Stefan Kiechle

Stefan Kiechle (Foto: SJ-Bild)

Stefan Kiechle SJ wurde 1960 in Freiburg im Breisgau geboren, wo er auch aufwuchs. 1979 machte er sein Abitur am Berthold-Gymnasium in Freiburg. Nach einem Studium der Theologie in Freiburg und Jerusalem (Abtei Hagia Maria Sion) 1982 in die Gesellschaft Jesu ein. Nach dem Noviziat folgten die ordensüblichen Studien der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München sowie der Theologie in Sankt Georgen in Frankfurt. 1989 in München zum Priester geweiht, war Kiechle dann als Assistent des Novizenmeisters und in der Pfarrseelsorge tätig.

Von 1991 bis 1994 absolvierte er ein Aufbaustudium in Paris (Centre Sèvres), das er mit der Promotion zum Doktor der Theologie abschloss (über die „Kreuzesnachfolge bei Ignatius von Loyola“). Den letzten Ausbildungsabschnitt, das so genannte Tertiat, verbrachte Kiechle in Chile.

Vom 1995 bis 1998 leitete Stefan Kiechle als Studentenpfarrer die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) der Ludwig-Maximilian-Universität München. Von 1998 bis 2007 bildete er in Nürnberg als Novizenmeister der deutschsprachigen Provinzen den Ordensnachwuchs aus. Seit 2007 leitet er die Beratungsstelle „Offene Tür“ in Mannheim, parallel dazu ist er Oberer der dortigen Jesuitenkommunität, hat mehrere Lehraufträge und gibt Exerzitienkurse.

In den letzten wurde Kiechle als Mitherausgeber der Reihe „Ignatianische Impulse“, als Autor einer Ignatius-Monographie und eines Buches über den Jesuitenorden sowie durch zahlreiche Vorträge und Seminare einem breiteren Publikum bekannt.

Buchempfehlungen:

Die Jesuiten: Wissen, was stimmt (HERDER spektrum) (Broschiert)
von Stefan Kiechle
Preis: EUR 5,98

Ignatius von Loyola: Meister der Spiritualität (Broschiert)
von Stefan Kiechle
Preis: EUR 14,90

Letzte Änderung: 30. April 2012 

Kommentare

5 Kommentare zu “Kiechle, Stefan”

  1. Elli Identicon
    Elli
    21. September 2010 10:55

    Inzwischen geht es um ein Entschädigungsangebot (Missbrauchsfälle) der Jesuiten, das im vierstelligen Bereich liegt und von Opfern als zu niedrig empfunden wird. Es gibt im net zahlreiche Berichte zu diesem Thema, u.a. hier:

    http://www.fr-online.de/politik/missbrauchsopfer-lehnen-entschaedigung-ab/-/1472596/4657462/-/index.html

  2. Karin Wissmann Identicon
    Karin Wissmann
    22. Oktober 2010 19:00

    So verabscheuungswürdig die Missbräuche sind, man kann es nicht mit Geld wieder gut machen. Es sollten evtl. erforderliche Therapien bezahlt werden, aber keine sonstigen Zahlungen. Wem will man wie viel bezahlen, vor allem länger zurückliegende Taten von schon Verstorbenen, die sich nicht mehr aufklären lassen. Sie leisten auch „Trittbrettfahrern“ Vorschub. Ein Ausnutzen und sich unberechtigt bereichern ist möglich, denn nicht alles lässt sich beweisen. Daher bin ich der Meinung: gar keine Entschädigungen zu zahlen.
    Mit freundlichen Grüßen Karin Wissmann

  3. Elli Identicon
    Elli
    22. Oktober 2010 22:09

    @Karin Wissmann

    „…gar keine Entschädigungen zahlen.“

    Tja, dann bliebe ja auch mehr auf den Konten des Ordens …

  4. deumeland Identicon
    8. Februar 2011 16:14

    Den Ausführungen von Karin Wissmann stimme ich zu.
    Aber die Situation ist nicht vollständig erkannt worden.
    Mir sind Absolventen des Canisius-Kolleges in Berlin be-
    kannt ,die sich wie menschliche Bestien verhalten.
    Jesuiten bei der „offenen Tür“ in Berlin ,insbesondere Pater Manitius,
    haben meinen Vater schwer angelogen und dazu beigetragen,dass
    er finanziell geschädigt wurde.
    Die angeblich mißbrauchten Schüler ,die sich jetzt als Opfer hinstellen
    und so die wirklichen Opfer von Gewalt und Folter verhöhnen,haben
    die Aktionen am Canisius-Kolleg masochistisch genossen. Die Angst,nun ihre masochistischen Spiele bekannt werden zu lassen,führte dazu, gegen ihre geliebten männlichen „dominas“ zu hetzen.
    Eine Entschädigung an diese masochistischen Atheisten ,die sich als Katholiken tarnen, wäre strafbare Untreue, wenn das Geld aus Spenden oder Kirchengeldern kommen würde.
    Mit freundlichen Grüssen
    Deumeland, Rechtslehrer aD

  5. TiBi Identicon
    TiBi
    9. Februar 2011 20:21

    Ach ja Deumeland und Wissmann, den Opfern hats auch noch Spass gemacht?
    Haben am Ende die braven gefallenen Brüder zur Sünde verführt?
    Sind Gesandte des Teufels?
    Wiedergutmachungszahlungen?
    Natürlich nicht! Auf den Scheiterhaufen mit ihnen!

    Achtung Satire!

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