Klarissenkloster Bocholt


Das Kloster der hl. Klara (St.-Klara-Kloster) ist ein Klausurkloster der Klarissen in Bocholt, das 1898 gegründet wurde.

Kloster

1857 hatte der belgische Konvent Tongern das Kloster der Heiligen Klara in Münster gegründet, der Kulturkampf die Schwestern 1875 aber zur Übersiedlung in die Niederlande, u.a. nach Roermond, gezwungen. Ein Teil der Ordensfrauen kehrte 1887 nach Münster zurück.

1898 gründeten die übrigen Schwestern unter der Leitung ihrer Äbtissin M. Baptista von Meien das Kloster der Heiligen Klara in Bocholt, wo verwandtschaftliche Beziehungen eine Niederlassung ermöglicht hatten. Am 24. September 1896 erteilte die preußische Kulturbehörde die Genehmigung zum Bau eines Klosters, das, am 24. Mai 1897 begonnen, nach nur 13 Monaten Bauzeit fertiggestellt war. Am 2. Juli 1898 wurden die Kirche und das Kloster dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.

Am 22. März 1945 wurden die Gebäude beim großen Bombenangriff auf Bocholt zerstört; die Klarissen fanden Unterkunft auf Haus Efing, einem 1570 erbauten Adelssitz. Nachdem das Kloster wiederaufgebaut war, kehrten sie 1947 zurück.

Das nach den alten Plänen wieder errichtete Gotteshaus hat die Form einer Basilika: Niedrige Seitenschiffe lehnen sich an das höhere Mittelschiff an. Johannes Theissing schuf den Flügelaltar und Lucy Vollbrecht-Büschlepp gestaltete den Chorraum mit. Besonders sehenswert sind die von ihr entworfenen Glasfenster.

Literatur

Ursula Rüter, 100 Jahre Kloster der heiligen Klara in Bocholt, in: Unser Bocholt Jg. 49 (1998), H. 1, S 99–114.

Adresse:

Kloster der hl. Klara
Karlstraße 31
46399 Bocholt

Tel.: +49 (0) 2871 46121

Lage & Anfahrt

Letzte Änderung: 16. August 2009 

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