Klingseis, Rupert
Rupert Klingseis OSB (* 5. Jan. 1890 München; † 6. April 1950 Pjöngjang), Missionsbenediktiner von St. Ottilien, Missionar und Märtyrer.
Leben

Rupert Klingseis OSB (Foto: St. Ottilien)
Nach der Priesterweihe 1915 lehrte er Logik, Erkenntnistheorie und andere Disziplinen an der Ordenshochschule in St. Ottilien. Als Chrysostomus Schmid 1930 aus Tokwon zum Abtkoadjutor in St. Ottilien berufen wurde, übernahm Klingseis dessen Lehrstuhl am Regionalen Priesterseminar in Tokwon. Fast zwei Jahrzehnte unterrichtete P. Rupert Klingseis dort die koreanischen Priesterkandidaten, bis die Kommunisten alle kirchlichen Aktivitäten und alles missionarische Wirken verboten.
In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 1949 von nordkoreanischen Soldaten verhaftet und später wegen »antikommunistischer Sabotage« vor Gericht gestellt, starb er nach fast elfmonatiger schwerer Kerkerhaft im Gefängnis von Pjöngjang an Auszehrung und Unterernährung.
Der Seligsprechungsprozess wurde im Mai 2007 eingeleitet.
Daten
Josef; * 5. Jan. 1890 (München); † 6. April 1950 (Pjöngjang); V.: Ulrich Klingseis, Tagelöhner; M.: Helene Hartinger; G.: Ulrich, Schriftsetzer in der Klosterdruckerei; Vest.: Herbst 1910; Prof.: 8. Okt. 1911, 11. Okt. 1914; Sac.: 16. Juli 1915.Literatur
- Renner, Frumentius: Rupert Klingseis. In: Zeugen für Christus. Bd. II., Hg.: Moll, Helmut. – Paderborn: Schöningh, 1999. – S. 1182
Letzte Änderung: 11. Juli 2009
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