Lenzen, Majella


Majella Lenzen (* 1938 Aachen), ehemaliges Mitglied der Mariannhiller Missionsschwestern, Buchautorin.

Leben

Majella Lenzen

Majella Lenzen

Majella Lenzen war Schülerin im Missionshaus der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Paderborn-Neuenbeken und trat 1953 im Alter von 15 Jahren in den Orden ein. Schon ihre Tante war Mitglied der Kongregation und leitete in Ostafrika die Gemeinschaft »Unsere Liebe Frau der Uluguru-Berge«. Auch der Vater Ludwig Lenzen, Feuilletonredakteur beim Politischen Tageblatt in Aachen, wäre gern Missionar geworden.

1959 legte Majella Lenzen die Gelübde ab und wurde im Januar 1960 als Missionarin nach Nairobi, Kenia, gesandt und am Nairobi European Hospital zur Krankenschwester ausgebildet. Ihr Wunsch, ein Medizinstudium, blieb ihr verwehrt. 1965 wurde sie nach Turiani im Nordwesten von Tansania versetzt und kaum ein Jahr später mit der Leitung des dortigen Buschkrankenhauses betraut.

18 Jahre lang leitete Sr. M. Lauda das Turiani Hospital und übernahm 1982 die Leitung der Ordensprovinz in Simbabwe. 1989 rief man sie zurück nach Holland in das Mutterhaus des Ordens, ein Jahr später übernahm sie die zunächst auf drei Jahre befristete Stelle als Aidskoordinatorin der Diözese Moshi. Eine Kirche ließ sie zu einem Aidszentrum umbauen, dem Rainbow Center, in dem Gesundheitsberater ausgebildet und Lehrer und Priester mit der AIDS-Problematik vertraut gemacht wurden.

Während der 33 Jahre in Afrika wuchsen die Zweifel am Sinn der rigiden Missionspraxis und den verkrusteten Strukturen der Ordensgemeinschaft, die mit den Arbeitsbedingungen nicht zu vereinbaren waren. Nach einem Konflikt mit dem Ortsbischof Amadeus Msarikie und der Ordensleitung wurde der »Kondom-Nonne« – sie hatte im Januar 19922 einer Ärztin geholfen, in Morogoro Kondome an Prostituierte zu verteilen – teilte ihr die Generaloberin Manuela Randerath nach einer Visitation im August 1993 mit, dass der Bischof ihren im Januar 1994 auslaufenden Arbeitsvertrag als Aidskoordinatorin nicht verlängern würde und der Orden keine weitere Verwendung mehr für sie habe.

Sr. Lauda kehrte nach Deutschland zurück, um sich um ihre schwerkranke Mutter zu kümmern. 1994 wurde sie aus dem Orden entlassen und 1995 auf eigenen Wunsch von ihren Gelübden entbunden, eine notwendige Voraussetzung zur Klärung ihrer Rentenansprüche.

2001, nach dem Tod der Mutter, begann Majella Lenzen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Ihr Buch Das möge Gott verhüten – Warum ich keine Nonne mehr sein kann. ist im August 2009 im Kölner DuMont-Verlag erschienen.

Das möge Gott verhüten: Warum ich keine Nonne mehr sein kann (Gebundene Ausgabe)
von Majella Lenzen
Preis: EUR 0,85

Letzte Änderung: 30. April 2012 

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Kommentare

22 Kommentare zu “Lenzen, Majella”

  1. Klenk, Elfriede Identicon Icon
    Klenk, Elfriede
    15. September 2009 09:18

    In Hochachtung vor dieser Frau und ihrer Lebensleistung
    grüße ich sie mit einem Wort, das der Josef in der Bibel, dem auch übel mitgespielt wurde von seinen Brüdern, bekannte:
    Menschen gedachten es böse zu machen, Gott aber hat Gutes daraus gemacht.

    Eben habe ich eine Mail mit der werbung für dieses Buch versand. Ich hoffe sehr, dass es eine gute Auflage erfährt und sie dadurch auch Finanzhilfe bekommt.

    Mit wehem Herzen denke ich an Frau Lenzen.

    Elfriede Klenk (evangelisch)

  2. Markus Identicon Icon
    Markus
    15. September 2009 21:04

    Um etwas anderes als das “Finanzielle” scheint es bei dieser Buchveröffentlichung auch nicht zu gehen. Dass eine Ordensschwester wegen dem Verteilen von Kondomen aus der Gemeinschaft entlassen wird, macht sich zwar gut in den Medien, trifft aber nicht zu.

    Man sollte vielleicht auch auf die Stellungnahme des Ordens hinweisen: http://www.orden-online.de/news/2009/08/29/das-moege-gott-verhueten-eine-ehemalige-ordensschwester-bricht-das-schweigen/#comment-2870

  3. Rita Schröder Identicon Icon
    Rita Schröder
    5. November 2009 23:19

    War es Zufall oder wieder einmal Fügung: das Buch fiel mir vor einigen Wochen in die Hände, eine Freundin hatte es mir empfohlen, die mit “Kirche so gar nichts zu tun hat! Erst lag es nur rum, und jetzt lese ich diese packende und zugleich tragische Geschichte und kann es kaum glauben, was sich die RÖMISCH-KATHOLISCHE Kirche da wieder geleistet hat. Ich selber bin vor exakt 10 Jahren endlich ausgetreten und habe die alt-katholische Kirche als meine neue Heimat gefunden. Wenn immer von der katholischen Kirche gesprochen wird, dann ist dies nicht richtig: Ich erkenne: die Heuchelei in der r.k. Kirche schlägt auch heute immer noch Wellen, man verurteilt eine Frau, die ihr ganzes Leben dem Ruf Gottes folgt und mit Tatkraft armen Menschen hilft. Nun steht sie da, ausgeschlossen und verstoßen, sie hat NICHTS falsch gemacht, ich werde jedes Mal wütend, wenn ich über dies alles nachdenke. Ich erkenne auch: viele Sichtweisen, die Frau Lenzen in ihrem Buch rüber bringt, sind zutiefst altkatholisch und ich würde sie sehr gerne zu uns einladen, zumal meine Gemeinde nicht weit weg von ihrem Wohnort ist, nämlich in ihrer Geburtsstadt Aachen! Also: herzliche Einladung an Sie, Frau Lenzen,

  4. Josef Heiß Identicon Icon
    Josef Heiß
    20. November 2009 09:35

    Guten Tag.
    Habe vor einer Woche Ihr Buch gelesen. Es war sehr gut beschrieben. Ich habe mich streckenweise sehr gut einfühlen können. Vor allem das Bekenntnis oder die Aussage die meiner Meinung hinter dem Lebensweg steht. Der Austritt hat Sie nicht von Gott weggebracht sondern näher und intensiver zu Gott hin.
    Ich selber war im Franziskanerorden, bin jedoch, oder um Gottes Willen, nicht
    über das Noviziat hinausgekommen. In dieser Zeit formte sich ein Satz für mich den Gott mir ins Gewissen schrieb: Mensch gehe ins Kloster, wenn du jedoch ehrlich und wahrhaftig vor dir und zu Gott bist, bleib nicht drinnen.

  5. Cornelia Fresmann Identicon Icon
    Cornelia Fresmann
    7. Januar 2010 13:03

    Liebe Frau Lenzen,
    Vielen Dank, dass Sie das Buch “Das möge Gott verhüten” geschrieben haben! Ich selbst hätte es mir vom Thema her nie gekauft. Meine Freundin schenkte es mir zum Geburtstag, und sie weiß oft, was gut für mich ist.
    Es fiel mir schwer, das Buch zur Hand zu nehmen, weil ich ein sehr gespaltenes Verhältnis zur katholischen Kirche habe. Zudem konnte ich mir nicht vorstellen, welche Beweggründe eine Frau haben könnte, Nonne zu werden.
    Mein Verständnis für Ihre Beweggründe wuchs von Seite zu Seite. Hinzu kam große Bewunderung für die beispiellose Arbeit, die Sie während Ihrer verschiedenen Stationen mit Ihrem jeweiligen Team unter schwierigsten Bedingungen in Afrika geleistet haben!

    Es ist sehr traurig, dass Sie viele Ihrer guten Ideen nicht verwirklichen durften und in Ihrer Tätigkeit immer wieder “ausgebremst” wurden. Da wird es wieder ganz deutlich, dass die Grundlage des Christentums, nämlich LIEBE, in den Kirchen (und in vielen anderen Religionen) vielfach nicht gelebt wird.
    Toll, dass Sie trotzdem den Grundstein für Aids-Projekte, Rechte für Frauen und Kinder und viele Hilfestellungen im gesundheitlichen Bereich, legen konnten!

    Ich bin beeindruckt von Ihrem Buch, es hat meine Gedanken bereichert und ich werde es vielen Menschen ausleihen. Ich wünsche Ihnen alles Liebe für Ihren weiteren Lebensweg!

  6. Andrea Schreiber Identicon Icon
    Andrea Schreiber
    7. Januar 2010 19:02

    Liebe Frau Lenzen,

    Respekt für den Mut, dieses Buch geschrieben zu haben, Hochachtung für die Arbeit, die Sie geleistet haben und Danke für den persönlichen Einblick in Ihre Seele.
    “Liebe, das ist nicht nur ein Wort, Liebe das sind Worte und Taten…” Dieses Kirchenlied fällt mir ein, wenn ich an Sie denke.
    Wer gesehen hat, wie grausam diese Krankheit ist, wie elend das Sterben, kann nicht anders handeln, als Sie es getan haben.

    Ich fühle mich durch Sie reich beschenkt, erfahre ich doch durch Ihre Zeilen neben der Bestätigung eigener Gedanken und Gefühle auch Grundlagen für neue Gedanken. Ihr Buch wird in meinem Kopf und in meinem Herzen bleiben.

    Alles Liebe und Gute wünscht Ihnen
    Andrea Schreiber

  7. Erika Bach Identicon Icon
    Erika Bach
    19. Januar 2010 11:21

    Liebe Frau Lenzen, wie gut, daß Sie dieses Buch geschrieben haben. Und ein großes DANKE dafür, daß Sie für diese Menschen in Afrika da sein konnten. Ich bewundere Sie, daß Sie diese Strukturen so lange “ausgehalten” haben. Ich schäme mich für diese Kirche, die solche Strukturen lebt und hochhält. Ich bin evangelisch, aber ich glaube, daß Gott über uns manchmal sehr traurig sein muß. Bleiben Sie behütet, Erika Bach.

  8. Angelika Identicon Icon
    Angelika
    2. Februar 2010 13:48

    Liebe Frau Lenzen,
    es ist mutig so ein Buch zu veröffentlichen.Ich denke auch, dass Ihnen viel Unrecht
    geschehen ist und Mopping sicher angebracht, das weiß ich auch aus eigener Erfahrung mit Arbeitgeber “Kloster”. Nur als einzelne Person werden Sie nicht viel erreichen – egal wo.
    All diejenige, die einmal aus einem Ordensleben ausgetreten sind, hatten ihre Gründe. Nur trauen sich wahrscheinlich die wenigsten darüber an die Öffentlichkeit zu gehen. Jesus Christus, an ihn sollten wir uns halten – nicht an die Menschen, die in der Kirche (Orden) ihren Kopf durchsetzen und Karriere machen wollen und dann noch im Namen der Kirche. Leider haben Menschen im Namen der Kirche schon viel kaputt gemacht. Alle Gute

  9. Anna Identicon Icon
    Anna
    2. Februar 2010 15:38

    Hallo,
    ich habe Ihr Buch und auch die Darstellung des Ordens gelesen. Die fadenscheinigen Erklärungen des Ordens finde ich einfach beschämend.
    Hinter jedem Schicksal steht ein Mensch und was man selbst nicht will sollte man anderen auch nicht zumuten.

  10. Sigurd Quednow Identicon Icon
    16. März 2010 19:29

    Verehrte, liebe Frau Lenzen,
    just aus Tanzania zurückgekehrt möchte ich auf diesem Weg Dank sagen für Ihr Buch “Das möge Gott verhüten” Auf der Terrasse, mit Blick auf den Kilimanjaro, habe ich das Buch gelesen und weiter gereicht an meine begleitende Freunde. Wir waren uns alle einig, daß das geschriebene Wort von mehreren Menschen gelesen werden sollte. Für mich völlig unverständlich der Leserbrief vom 15.09.09 (Markus). Dieser Schreiber muß ein geistig blinder Träumer und Phantast sein, weil er eine Behauptung aufstellt die fernab von aller Realität ist. Seit 1992 bin ich in Tanzania auf privater Ebene ehrenamtlich tätig. Von Freunden und Bekannten finanziell und materiell unterstützt haben wir mit deutschen Junghandwerkern, jeweils im Jahresurlaub, alljährlich ein Projekt in Moshi durchgeführt. Keine private Hilfsorganisation oder staatliche Einrichtung war daran beteiligt. 1992 haben wir eine Krankenstation in Uru-Mawella-Parish gebaut. Zwei Bittbriefe für finanzielle Unterstützung an eine Erzdiözese hier in Süddeutschland wurden nicht beantwortet. Auf meine Telefonanfrage wurde mir gesagt, daß die Menschen am Fuß vom Kilimanjaro ausreichend medizinisch versorgt seien. 18000 Menschen im Busch hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine Krankenstation. (Namen werde ich bewußt nicht über Internet erwähnen) Dem damaligem Parish-Priester wollte ich, wegen der hohen Rate an HIV erkrankten Menschen, 6000 Kondome aus Deutschland übergeben. Es wurde abgelehnt weil es mißverstanden werden könnte von der Bevölkerung. In Uru-Kifumbu (ca. 2 km vom K.C.M.C.) haben wir für 450 Schüler die Primary-School gebaut. Im Uru-Seminary, 250 Studenten, haben wir alle Toiletten, Duschen, Waschgelegenheiten und Wegenetz installiert. Alljährlich verteilen wir für viele Familien, Ärmsten der Armen, im Busch Grundnahrungsmittel. Für die von uns gebaute Krankenstation kaufen wir jährlich Medizin. Auch die “Blood Sister” und das Chapel-Kinderheim in Moshi werden versorgt. Vier beinamputierte Massai-Kinder bekamen Beinprothesen hergstellt von unserer Pflegetochter bei TATCOT (K.C.M.C.) in Moshi. Schauen Sie meine homepage. Auch waren wir, meine Frau und ich, vier Monate in der Momella-Lodge Arusha-Nationalpark als Berater tätig. Alle Baumaßnahmen und Verpflegungsmittelverteilungen wurden immer von uns persönlich durchgeführt um Korruption zu vermeiden. Es wurde nie Bargeld übergeben. Die heimischen Handwerker wurden besoldet, damit sie ihre Familien ernähren können. Missbrauchsfälle in den kirchlichen Einrichtungen in Afrika, wie sie zur Zeit hier diskutiert werden, sind alltäglich in Form von Prügelstrafen. Unweit von hier ist ein Katholische Ordensschwester in Rente. Sie war über 30 Jahre im Süden von Tanzania in Iringa und Umgebung. Seitdem ich Ihr Buch gelesen hatte schenkte ich auf dem täglichem Weg zur Post und Markt dem Rainbow-Centre in Moshi besondere Aufmerksamkeit. Das Land, die Menshen und besonders der Kilimanjaro hat auf mich eine Magnetwirkung. Meinen 65. Geburtstag habe ich auf dem Gipfel des Kilimanjaro (5895 mtr) mit dem Rector vom Uru-Seminary gefeiert. Nur wenige Minuten, weil der Rückweg sofort nach Ankunft angetreten wird. Ihnen darf ich mein Lob, Anerkennung und Respekt für Ihre Arbeit aussprechen. Lassen Sie sich nicht vom “Bodenpersonal” unseres Herrgott ärgern. Man darf nicht beginnen aufzuhören und nicht aufhören neu zu beginnen. Grüße aus dem Schwabenland Sigurd Quednow

  11. Sigurd Quednow Identicon Icon
    22. März 2010 09:37

    bitte übermitteln

  12. Enz Veronika Identicon Icon
    Enz Veronika
    14. April 2010 11:14

    Liebe Frau Lenzen,
    Ich habe ihr Buch gelesen und ich muss einfach sagen, Sie sind eine grossartige Frau
    Was Sie alles auf sich genommen haben, um den armen Leuten in Afrika zu helfen und sich immer wieder zurücknehmen mussten, weil andere sich profilieren wollten……….
    Ich muss auch sagen, dass ich eine noch grössere Wut auf die kath. Kirche bekommen hatte, wenn Menschen wie Sie, sich gegen Gestze
    der kath. Kirche stellen, um anderen zu helfen, und dann den “Hut” nehmen musssten
    Soweit sind wir also immer noch im 21. Jahrhundert.
    Ich bewundere Sie und wünsche Ihnen alles Liebe und Gute

    V. Enz aus der Schweiz

  13. M. Schützler aus Magdeburg Identicon Icon
    M. Schützler aus Magdeburg
    21. Juli 2010 14:14

    Liebe Frau Lanzen,
    ich habe Ihnen am 21.07.2010 im NDR Kultur mit großem Interesse gelauscht und muß sagen, Sie haben mich gefesselt. Ich habe großen Respekt vor Ihrer Arbeit und Einstellung, die ich sehr bewundere. Gleichzeitig haben Sie mich neugierig auf Ihr Buch gemacht, was ich auf jeden Fall lesen werde.
    Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

  14. Elli Identicon Icon
    Elli
    21. Juli 2010 16:10

    Dann hoff ich ja mal, dass die Frau Lenzen diese net-Seite überhaupt kennt und sie die Einträge bisweilen liest, sonst gehen all die direkten Anschreiben “Liebe Frau Lenzen…” ja wohl ins Leere. Oder werden diese Kommentare (auch in anderen Fällen – Nachrichten, Grüße an Äbte usw.) weitergeleitet?

  15. housestudentin2 Identicon Icon
    housestudentin2
    21. Juli 2010 18:54

    @liebe elli. ich hab ja mal – in (ironischer) anlehnung an die vielen gruss-schreiber – eine mitteilung an einen schon verstorbenen abt gepostet. dieser comment wurde leider gelöscht; ob er an den verstorbenen prälaten weitergeleitet wurde, entzieht sich meiner kenntnis. doch ich befürchte fast, dass unser werter moderator weder einen direkten draht zum himmel, noch einen solchen zu den betroffenen lebenden persönlichkeiten hat, schade eigentlich….

  16. Geistbegabt Identicon Icon
    Geistbegabt
    9. September 2010 21:23

    Vielen Dank für die Lebensgeschichte, die für viele “Ehemalige”, die keine Stimme haben, stellvertrend sein dürfte!
    Wunderschön herausgearbeitet auch die katholische Bigotterie, die Kondome verteufelt, aber selbst den vergewaltigten Ordensfrauen schwangerschaftsverhütende Hormone spritzt. Solche Hormone wirken als sogenannte “Nidationshemmer”, d.h. sie verhindern die Einnistung des befruchteten Eies und sind aus diesem Grunde nach katholischer Lehre einer Abtreibung gleichzusetzen. Also tabu. Hier sieht man deutlich, wie mit zweierlei Maß gemessen wird, sogar das Einholen des Einverständnisses der Betroffenen übergeht!
    Für jeden wiedergeborenen Christen ist solches als das erkennbar, was es ist: fleischliches Denken und tote Werke! Es ist meine tiefste Überzeugung, dass Gottes Geist jeden, der dies zulässt, aus dieser Kirche herausführen wird!
    “Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! “Offb 18,4

  17. Markus Identicon Icon
    Markus
    10. September 2010 10:47

    @Geistbegabt:

    Sicherlich haben Sie einen Beleg dafür, dass die Kirche Ordensfrauen Hormone spritzt? Außerdem scheinen Sie nicht ganz orientiert zu sein über alle Aspekte der katholischen Sexuallehre.

    Im Übrigen ist das Wort “wiedergeborener Christ” recht verräterisch…

  18. Geistbegabt Identicon Icon
    Geistbegabt
    11. Oktober 2010 17:39

    Hallo lieber Markus,

    sorry, ich habe leider keinen Beleg dafür, aber ich habe das Buch von Frau Lenzen gelesen, da steht es drin.

    Ich finde es schön, wenn Ihnen das Wort bzw. entweder die Worte oder der Ausdruck wiedergeborener Christ etwas verrät. Vielleicht verrät es Ihnen auch, wo ich meine “Orientierung” habe und ich wünsche Ihnen von Herzen dieselbe Orientierung, frei von “Lehren”, “Philosophien” und weiterer menschlicher Weisheit.

  19. Majella Lenzen Identicon Icon
    Majella Lenzen
    20. Februar 2011 19:39

    Es hat wirklich einige Zeit gebraucht, bis ich diese mails fand und gelesen habe.
    Es tut gut, zu sehen, dass viele Menschen mich verstanden haben
    und sich ermutigt fühlen, ebenfalls ihrem tiefen Inneren zu folgen und danach zu leben.
    Ich wünsche ihnen allen “HERI NA BARAKA” oder “Glück und Segen”,
    wie es übersetzt heißen würde.

  20. maria Identicon Icon
    maria
    6. März 2011 15:52

    liebe frau lenzen,

    bin sehr beeindruckt von ihrem buch und ihrer lebensgeschichte.
    vielen dank für so manche sätze zum nachdenken.
    mit großem respekt vor ihrer arbeit und ihrem mut, schicke ich ihnen grüße aus der heimat.

  21. michi Identicon Icon
    michi
    24. April 2012 16:51

    Liebe Frau Lenzen,

    das was sie geleistet haben, hätten die Kirchenoberen gar nicht geschafft. Sie haben die Menschen und Ihre Probleme anerkannt und erkannt, und das auch nur weil sie einfach ganz unten angefangen haben. Im direkten Kontakt mit den Menschen.
    Ich bewundere Ihren Mut, sie haben auf Ihr Inneres gehört und nicht einfach nur stumpf gemacht was Ihnen vorgeschrieben wurde. Sie haben sich nichts vorzuwerfen, Menschen wie Sie verändern und gestalten die Welt.

    Viel Glück für Ihr weiteres Leben.

    Grüße aus Hamburg

  22. Marianne W. Identicon Icon
    Marianne W.
    29. April 2012 22:41

    Liebe Majella Lenzen und Gleichgesinnte,
    Sie sollen wissen, ich bin ebenfalls Betroffene. Ich finde prima, dass es hier so viele Einträge von beeindruckten Menschen gibt, die Ihnen immer wieder neuen Mut machen wollen. Ich warte auf Ihr nächstes Buch, Frau Lenzen.
    Aus Feigheit (oder Diplomatie) schreibe ich in Romanform und unter dem Pseudonym Anette Willken. Mein Buch “Ein Leben unter dem großen Stein” (Leben einer Nonne) soll die Botschaft rüberbringen: Jeder Mensch hat das Recht seinen Lebensplan umzuschreiben, wenn größere Dinge ihn dahin führen.
    Auch Priester sind Menschen! “Club der Himmelshunde” (Lebensbilder von Priestern, die eine neue Lebensaufgabe gefunden haben) ist mein nächstes Buch zu diesem Thema.
    Viel Licht und Liebe!

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