Lovey, Angelin-Maurice


Angelin-Maurice Lovey (* 16. Nov. 1911 Orsière; † 15. Juni 2000 Martinach/Martigny), ehem. Propst der Augustiner-Chorherren vom Großen St. Bernhard; Abtprimas der Augustiner-Chorherren-Konföderation.

LebenAngelin-Maurice Lovey legte 1932 in der Kongregation der Chorherren vom Großen St. Bernhard die feierliche Profess ab und wurde am 26. Juni 1938 durch Bischof Viktor Bieler zum Priester geweiht. Noch im selben Jahr, am 4. November 1938, verließ er die Schweiz und reiste als Missionar nach Tibet. 1949 wurde sein damaliger Mitbruder, Maurice Tornay, in Tibet ermordet. 1952 zusammen mit anderen Missionaren aus China ausgewiesen, kam Lovey nach Taiwan, kehrte aber, am 15. Oktober 1952 zum Propst des Großen St. Bernhard gewählt und zwei Tage später päpstlich bestätigt, noch im selben Jahr in die Schweiz zurück.

Am 1. Februar 1953 wurde er im Kloster in Martinach von seinem Vorgänger, Mgr. Nestor Adam (der zum Bischof von Sitten ernannt wurde) zum Propst geweiht. Er war während 39 Jahren Propst der Gemeinschaft der Chorherren. 1959 gründete er mit den Chorherren vom Lateran, Österreich und St-Maurice die Konföderation der Chorherren nach der Regel des heiligen Augustinus, der er von 1980 bis 1986 als Abt-Primas vorstand.

In den letzten Jahren seines Lebens setzte er sich besonders für die Selig- und Heiligsprechung von Maurice Tornay ein.

Angelin Lovey wurde am 19. Juni 2000 in Martinach beigesetzt.

Letzte Änderung: 29. März 2009 

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