Mariastern-Gwiggen


Abtei Mariastern, lat. Abbatia B.M.V. de Maris-Stella, Zisterzienserinnenabtei in Hohenweiler, Vorarlberg, Österreich, Diözese Feldkirch.

Kloster

Kloster Mariastern

Kloster Mariastern

Die zur Mehrerauer Kongregation gehörende Abtei Mariastern ist das Nachfolgekloster der drei 1848 vom Großen Rat des Schweizer Kantons Thurgau aufgehobenen Zisterzienserinnenklöster Kalchrain, Feldbach und Tänikon. 1856 hatten die Restkonvente von Kalchrain und Feldbach unter Mitwirkung der Abtei Mehrerau das Schlösschen Gwiggen in Vorarlberg erworben und dort das reguläre Klosterleben wiederaufgenommen; 1869 schloss sich ihnen der Konvent von Tänikon an. Die Äbtissin trägt daher heute noch den Titel einer »Äbtissin von Kalchrain, Feldbach und Tänikon in Mariastern in Gwiggen«.

Das Kloster Mariastern liegt auf einer Anhöhe an den Ausläufern des Pfändermassivs, etwa 10 km nördlich von Bregenz. Das ehemalige Schlossgebäude von Gwiggen mit einer Lorettokapelle geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Die Innenausstattung stammt von den Erben des im Dreißigjährigen Krieg berühmt gewordenen Obristen Kaspar Schoch. 1896 wurde die neoromanische Klosterkirche errichtet, 1987 die fehlenden Süd- und Westtrakte ergänzt. 2009 wird das unter Denkmalschutz stehende ehemaligen Stallgebäude in ein Mehrzweckgebäude mit Klosterladen und Agapehalle umgebaut.

1944 wurde Mariastern zum Zentrum der Gebetsvereinigung Passio Catholica mit derzeit etwa 800 Mitgliedern. 1962 wurde die bis ins späte 18. Jahrhundert reichende Wallfahrtstradition zur ehemaligen Loretokapelle des Schlösschens Gwiggen durch die Aufstellung einer Fatimastatue in der Klosterkirche wiederaufgenommen, 1974/82 auf Initiative des damaligen Wallfahrtsdirektors von Maria Roggendorf und späteren Wiener Erzbischofs Hans Hermann Kardinal Groër das Tochterkloster Marienfeld in Maria-Roggendorf gegründet (seit 1991 selbständig)

Mariastern besitzt relativ wenige alte Kunstschätze, da die Schwestern nach ihrer Vertreibung aus der Schweiz nicht viel mitnehmen konnten. Die meisten Kunstwerke aus den Stammklöstern wurden versteigert und befinden sich heute in Schweizer Museen.

Die Zisterzienserinnen von Mariastern führen ein beschauliches Leben. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie mit Paramentenstickerei, Wäscherei, Teppichweberei, Kunstgewerbe, Gartenbau und Obstkultur, sowie wissenschaftlicher Tätigkeit, Veranstaltungen und der Aufnahme von Gästen.

Der Konvent besteht aus ca. 25 Schwestern. Äbtissin ist seit 2005 Hildegard Brem OCist. Altäbtissin Agnes Fabianek war von Juni 2009 bis November 2010 Administratorin und von November 2010 bis zu ihrem Tod am 18. Januar 2015 Priorin des Klosters Helfta in Eisleben.

Angebote:

Mitleben im Kloster für Frauen außerhalb der Klausur, Teilnahme am Chorgebet, Urlaub im Kloster, Einzelexerzitien, geistliche Begleitung, Tage der Stille.

Literatur

Geschichte der Cistercienserinnenabtei Mariastern-Gwiggen, Anfänge und Werdegang in 750
Jahren. Festschrift zum 750-Jahrjubiläum des Stammklosters Kalchrain. – Selbstverlag, 1980
Zisterzienserinnenabtei Mariastern-Gwiggen : Leben in Vergangenheit und Gegenwart. – Lindenberg : Kunstverlag Josef Fink, 1998.

Adresse

Zisterzienserinnenabtei Mariastern
Mariastern-Gwiggen
A—6914 Hohenweiler (Vorarlberg)

Tel.: +43 (5573) 8 22 34
Fax: +43 (5573) 8 22 34 6
Web: www.mariastern-gwiggen.at

Lage & Anfahrt

Letzte Änderung: 19. Januar 2015 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Mariastern-Gwiggen”

  1. Hermann Mayer Identicon
    15. November 2009 21:56

    Geehrte Empfängerinnen,
    heute hatte ich erstmals Gelegenheit, dem weithin sichtbaren Gebäudekomplex näher zu kommen und die Kirche zu betreten. Die beiden Plastiken mit den Herzen auf der Brust waren sofort verständlich, aber um welche Gestalten handelt es sich im Hintergrund? – Ich bin kunstgeschichtlich interessiert und habe auf meiner Homepage die vollständige Enträtselung von wesentlichen Kunstwerken der abendländischen Christenheit dargestellt.
    Die Umgebung ist eine sehr schöne Landschaft. Durch meine Frau bin ich mit der Insel Lindau verbunden, welche aber ein Rummelplatz ist. Auf der Insel Reichenau gefällt mir das alte St. Georg sehr gut und die Stimmung! Ich suche einen Ort der Ruhe und Stille, an dem ich (durch ein Leiden behindert) ungestört durch Zivilsationshektik mein Alter verbringen kann.
    Soviel fürs Erste. Mit freundlichem Gruß: Hermann Mayer.

Was sagen Sie dazu?