Mastena, Maria Pia


Maria Pia Mastena (* 7. Dez. 1881 in Bovolone, Provinz Verona, Italien; † 28. Juni 1951 in Rom), italienische Ordensgründerin und Selige

Leben

Teresa Maria Mastena wurde als erstes von fünf Kindern christlicher Eltern geboren. Am 19. März 1891 empfing sie die Erstkommunion und gelobte sich selbst die Keuschheit.

Im Alter von 14 Jahren bat sie um die Erlaubnis zum Eintritt in ein Kloster, doch sie wurde erst 1901 als Postulantin im Institut der Schwestern von der Barmherzigkeit (»Sorelle della Misericordia«) in Verona angenommen. Am 29. September 1902 wurde sie eingekleidet und am 24. Oktober 1903 legte sie die Gelübde ab und erhielt den Namen »Schwester Passitea vom Kinde Jesu«.

Aufgrund ihrer Ausbildung als Lehrerin wurde sie 1908 als Oberin der dortigen neugegründeten Kommunität und Lehrerin an der dortigen Elementarschule nach Miane in Treviso versetzt. In den folgenden jahren war sie war als Lehrerin in verschiedenen Schulen in der Region Veneto tätig und widmete sich dem Apostolat unter den Schülern jeden Alters und unter Kranken und Behinderten. Da sie sich zu einem kontemplativen Leben in Klausur hingezogen fühlte, ging sie am 15. April 1927 für sieben Monate in das Zisterzienserkloster »San Giacomo« in Veglia.

Am 15. November 1927 verließ sie auf Wunsch des Bischofs von Vittorio Veneto das Kloster wieder, nahm ihre Tätigkeit als Lehrerin in Miane und Carpesica wieder auf und dachte über eine Ordensneugründung nach. Von 1930 bis 1936 unterrichtete sie in San Fior (Treviso), wo sie gleichzeitig Aspirantinnen für ihre neue Gemeinschaft sammelte. Am 24. Oktober 1932 wurden die ersten Aspirantinnen eingekleidet.

Am 8. Dezember 1936 legte Teresa Mastena die ewigen Gelübde ab und nahm den Ordensnamen »Maria Pia« an. Dieser Tag ist der Gründungstag des Instituts der Schwestern vom Heiligen Antlitz (»Congregazione delle Suore del Volto«), das zum selben Tag kanonisch errichtet und am 10. Dezember 1947 die endgültige Anerkennung als Kongregation päpstlichen Rechts erhielt. Maria Pia widmete daraufhin ihre ganze Tätigkeit der Konsolidierung und Ausdehnung der Kongregation und engagierte sich dabei vor allem für neue Initiativen zugunsten der Armen, Notleidenden und Kranken.

Sie starb am 28. Juni 1951 in Rom und wurde auf dem Friedhof von Verano beigesetzt. Am 26. Dezember 1953 wurden ihre sterblichen Überreste zum Mutterhaus der Kongregation in San Fior überführt.

Maria Pia Mastena wurde am 13. November 2005 gemeinsam mit Maria Crocifissa Curcio und Charles de Foucauld seliggesprochen.

Letzte Änderung: 26. April 2008 

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