Missions-Benediktinerinnen von Tutzing


Missions-Benediktinerinnen von Tutzing, eine internationale benediktinische Schwesternkongregation päpstlichen Rechts (1924); gegründet 1885 als weiblicher Zweig der Missionsbenediktiner von St. Ottilien; das Mutterhaus befindet sich seit 1904 in Tutzing am Starnberger See; missionarische und sozial-karitative Aufgaben v.a. in der Dritten Welt.

Kongregation

Die Kongregation besteht aus dem Generalats-Distrikt mit Sitz in Rom und 12 Prioraten in aller Weltt mit ihren jeweils abhängigen Häusern: Daegu (1951), Manila (1906), Nairobi, Ndanda (1908), Norfolk, Olinda (1903), Peramiho (1901), Seoul (1987), Sorocaba (1905), Torres Novas und Windhoek; deutsche Niederlassungen in Bernried (Bildungshaus), Dresden, Ettiswil (Schweiz, Altersheim) und Wessobrunn (Jugendkurheim).

Die Kongregation wird von einer Generalpriorin mit Sitz in Rom geleitet und hat etwa 1500 Mitglieder. Jedes Priorat wird von einer gewählten Priorin geleitet. Ihre Amtszeit beträgt bis zu acht Jahren. Die größten Priorate sind Daegu in Südkorea, mit 325 Schwestern und 32 Häusern, und Manila auf den Philippinen mit über 170 Schwestern in 21 Häusern.

Geschichte
Am 24. September 1885 traten die ersten vier Kandidatinnen in die von dem Beuroner Benediktiner Andreas Amrhein in Reichenbach in der Oberpfalz gegründete Missionsgemeinschaft St. Benedikt ein. 1887 übersiedelte die ganze Gemeinschaft von Reichenbach nach Emming in Oberbayern, Diözese Augsburg, später »St. Ottilien« genannt. Am 11. November 1887 wurden die ersten Missionarinnen und Missionare nach Ostafrika (Apostolische Präfektur Süd-Sansibar) ausgesandt. Im Juli 1903 wurden die Zivilstatuten der »Benediktus-Missionsschwestern«, wie sie damals noch hießen, staatlich approbiert, 1904 das neue Mutterhaus in Tutzing fertiggestellt und am 29. Juli 1904 bezogen.

Generalpriorinnen

  1. Birgitta Korff
  2. Melania Volmer
  3. Clodesindis Lüken
  4. Mathilde Hirsch
  5. Sigillinde Weber
  6. Maria Lukas Rauch
  7. Gertrud Link
  8. Mara Froning
  9. Gertrud Link
  10. Edeltrud Weist
  11. Irene Dabalus
  12. Angela Strobel

Literatur

Walter, Bernita OSB: Die Missions-Benediktinerinnen von Tutzing; Band 1: Von Gottes Treue getragen. Gründung und erste Entwicklung der Kongregation. – St. Ottilien, EOS, 1985; Band 2: Gottes Treue verkünden. Wegbereitung für die Kirche in Ostafrika – ebd. 1992

Weblink

Priorat Tutzing

Letzte Änderung: 24. Februar 2010 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Missions-Benediktinerinnen von Tutzing”

  1. Engelbert Siebler Identicon
    Engelbert Siebler
    5. September 2014 17:26

    Liebe Schwester Raphaela!
    Sie dürfen Ihre Goldene Profess begehen. Dazu schicke ich Ihnen meine besten Glückwünsche. Ich hoffe, Sie können Ihr Fest mit guten Freunden und bei guter Gesundheit feiern. Es werden bei Ihnen ja sehr viele sein, die sich anlässlich Ihres Jubiläums in großer Dankbarkeit Ihrer Dienste für die geistige und körperliche Gesundheit erinnern werden. Ich denke in Freude und Dankbarkeit zurück, wie Sie mich durch Namibia geführt haben, für mich eine neue Welt! Ich wünsche Ihnen weitere von Gott gesegnete Jahre im Dienst an den Menschen und in allem Gottes Segen Ihr +Engelbert Siebler

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