Naber, Bernhard


Bernhard Naber OSB (* 5. Juli 1934 Großmotten), Benediktiner und Abt der Benediktinerabtei Stift Altenburg von 1978 bis 2005.

LebenDerv Sohn eines Dorfschullehrers trat nach der Matura in Horn 1953 in die Benediktinerabtei Altenburg ein. Nach dem Theologiestudium im Kolleg St. Benedikt in Salzburg empfing er am 11. Juli 1958 durch Bischof Franz Zak die Priesterweihe. Von 1961 bis 1980 betreute er als Präfekt und Internatsleiter die von Abt Maurus Knappek wieder eingeführten Altenburger Sängerknaben. Seit 1966 in den Wirtschaftsbetrieben des Stiftes als Ökonom und Zellerar tätig, war er gleichzeitig auch Seelsorger als Religionslehrer am Gymnasium Horn von 1966 bis 1994, Pfarrer von Altenburg seit 1994; Pfarrer in Strögen-Frauenhofen seit 1997, Beichtvater, geistlicher Begleiter, Exerzitienleiter, Novizenmeister und Klerikermagister seit 1978, Referent und Organisator für Kurse von lettischen Katecheten und Multiplikatoren u.v.m.

1978 zum Abt gewählt, wurde er 1989 und 2001 im Amt bestätigt. 2005 legte er aus Altersgründen sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde der aus Kremsmünster postulierte Christian Haidinger.

Schwerpunkt von Nabers Regierungszeit als Abt war es, das Kloster als spirituelles und kulturelles Zentrum der Region auszubauen und zu öffnen. Außerdem zeichnete der Abt für viele kulturelle Veranstaltungen in seinem Stift verantwortlich, wie etwa die Sonderausstellung Wallfahren in Niederösterreich (1985), Das alte Kloster (1995), Paul Troger (1998) und Archäologie im Klösterreich (2000). Einen besonderen Akzent setzte Naber durch das von ihm ins Leben gerufene, großangelegte soziales und humanitäres Hilfsprojekt Aktion Lettland.

Daten* 5. Juli 1934 (Groß-Motten, Gem. Gföhl); V.: Anton Naber, Dorfschullehrer; G.: 4 Brüder; Vest.: 1953; Prof.: 1954, 31. Aug. 1957; Sac.: 11. Juli 1958 (Bf. Franz Zak); Abbas: el. 1978, el. 21. Aug.1989, el. 15. Juni 2001, res. 31. Aug. 2005.

Ausz.: u.a. Papst-Leo-Plakette der Katholischen Arbeiterbewegung, Dreisterneorden in Gold der Republik Lettland (2000), Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz in Österreich.

Letzte Änderung: 26. März 2009 

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