Pazzi, Maria Magdalena


Maria Magdalena von Pazzi OCD (* 2. April 1566 Florenz; † 25. Mai 1607 ebd.), unbeschuhte Karmelitinnen und Mystikerin; 1669 heiliggesprochen; Schutzpatronin von Neapel und Florenz.

Leben

Maria Magdalena Pazzi

Maria Magdalena Pazzi

Maria Maddalena de Pazzi wurde 1566 in Florenz als Tochter des Adligen Camillo de Pazzi und seiner Gattin Magdalena Maria geboren und im Baptisterium San Giovanni auf den Namen Caterina getauft. Schon in früher Jugend zu einem Leben der ungeteilten Hingabe an Christus entschlossen, trat sie 1582 als Schwester Maria Magdalena in den Karmel Santa Maria degli Angeli in Borgo San Frediano ein (Einkleidung 3. Januar 1583), weil dessen Schwestern täglich zur heiligen Kommunion gingen, was damals nicht allgemein üblich war. Während des Noviziats schwer erkrankt wurde ihr wegen Todesgefahr gestattet, vorzeitig die Profess abzulegen, was sie am 27. Mai 1584 – von den Mitschwestern auf einer Trage in den Chorraum getragen – tat.

Ihr ganzes Leben lang leidend, war Sr. Maria Magdalena trotzdem zeitweise im Kloster als Novizenmeisterin, Sakristanin und seit 1604 als Subpriorin tätig. Immer wieder erlebte sie teils mehrstündige Ekstasen und Visionen, die von ihren Mitschwestern in fünf Manuskripten festgehalten wurden. Sie befinden sich heute im Archiv des Klosters S. Maria von den Engeln in Florenz, wurden in zahlreichen Ausgaben verbreitet und prägten entscheidend die Spiritualität des 16. und 17. Jahrhunderts, vor allem in Italien. Wesentliche Themen sind die Geheimnisse der Dreifaltigkeit, die Liebe Gottes zu den Menschen und der Menschwerdung und Passion Christi.

Sr. Maria Magdalena besaß die Gabe der Prophezeiung, empfing die Wundmale und in einer Vision 1584 die Dornenkrone Christi. Am Abend des 24. März 1595, der Vigil von Maria Verkündigung, soll – wie beim hl. Augustinus – auf ihrem Herzen der Satz »Verbum caro factum est – Und das Wort ist Fleisch geworden« erschienen sein.

Maria Magdalena von Pazzi starb am 25. Mai 1607, nach dreijährigem Todeskampf, im Alter von 41 Jahren. Rasch verbreitete sich ihre Verehrung. 1611 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet und 1626 durch Papst Urban VIII. abgeschlossen. Am 22. April 1669 folgte die Heiligsprechung durch Papst Clemens IX. Danach verbreitete sich ihr Kult von Italien aus nach Frankreich, Spanien, Portugal und Flandern und fand auch in Deutschland und Polen Resonanz. In Bologna entstand 1758 die Kongregation der hl. Maria Magdalena von Pazzi.

Von Maria Magdalena von Pazzi gingen wesentliche Impulse für die gesamte Kirche aus. Sie wird dargestellt mit brennenden Kerzen und einer Dornenkrone in der Hand. Ihr unverwester Leichnam ruht im Karmelitinnenkloster Santa Maria Maddalena dei Pazzi in Careggi/Florenz.

Werke

  1. Quaranta giorni
  2. Colloqui
  3. Revelatione e Intelligenze
  4. Probatione
  5. Renovatione della Chiesa

Letzte Änderung: 25. Februar 2010 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Pazzi, Maria Magdalena”

  1. Carmelo S. Maddalena Identicon
    24. Februar 2014 07:24

    S. Maddalena non è una (Carmelitana) Scalza, ma fa parte dell’Ordine Carmelitano dell’Antica Osservanza. Si prega di correggere. Grazie

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