Primetshofer, Bruno


Bruno Primetshofer CSsR (12. Jan. 1929 Linz; † 26. März 2014 Wien), österreichischer Redemptorist, Hochschullehrer und Kirchenrechtler.

Leben

Bruno Primetshofer CSsR

Bruno Primetshofer CSsR

Bruno Primetshofer wurde am 12. Jänner 1929 in Linz geboren und wuchs in Attnang/Puchheim auf. Er maturierte 1947 in Gmunden und begann im Anschluss sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. 1948 trat er in die Kongregation der Redemptoristen (CSsR) ein, wo er 1952 die ewigen Ordensgelübde ablegte. Von 1949 bis 1955 studierte Primetshofer Philosophie und Theologie an der Philosophisch-Theologischen Lehranstalt der Redemptoristen in Mautern (Steiermark) und wurde dort 1954 zum Priester geweiht.

Nach seinem theologischen Studienabschluss 1955 begann er ein Studium des kanonisches Rechts an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom, wo er 1958 summa cum laude promoviert wurde. Die 1960 publizierte Dissertation zum Thema Ehe und Konkordat. Die Grundlinien des österreichischen Konkordats-Eherechts 1934 und das geltende österreichische Eherecht wurde 1962 mit dem Kardinal-Innitzer-Preis ausgezeichnet.

Von 1958 bis 1968 war Primetshofer Lektor für Kirchenrecht an der Lehranstalt der Redemptoristen in Mautern. Im Wintersemester 1966/67 erhielt er seinen ersten Lehrauftrag für kirchliche Rechtsgeschichte und Staatskirchenrecht an der damals neu gegründeten Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Linz. 1967 wurde er zum außerordentlichen Professor für Kirchenrecht ernannt. 1972 wurde er Ordinarius, von 1974 bis 1975 hatte er das Amt des Dekans inne.

1982 wurde Primetshofer Ordinarius für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Auch dort bekleidete er von 1987 bis 1989 das Amt des Dekans. Seit 1984 war Primetshofer außerdem Konsultor des Päpstlichen Rates zur Interpretation von Gesetzestexten und seit 1998 Richter am Erzbischöflichen Diözesan- und Metropolitangericht Wien. Mit Ende des Sommersemesters 1997 emeritierte er als Ordinarius für Kirchenrecht an der Universität Wien.

(Quelle: Pressereferat der ÖBK)

Werke
  • Ehe und Konkordat. Die Grundlinien des österreichischen Konkordats-Eherechts 1934 und das geltende österreichische Eherecht, Wien 1960
  • Rechtsgeschichte der gemischten Ehen in Österreich und Ungarn (1731-1841). Ein Beitrag zur Geschichte der Beziehungen zwischen Kirche und Staat, in: Kirche und Recht, Bd. 6, Wien 1967
  • Ordensrecht auf der Grundlage des Codex Iuris Canonici 1983 unter Berücksichtigung des staatlichen Rechts Österreichs, der Deutschen Bundesrepublik und der Schweiz, Freiburg/Br. ³1988
  • Hans Heimerl/Helmuth Pree unter Mitwirkung von Bruno Primetshofer, Handbuch des Vermögensrechts der katholischen Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsverhältnisse in Bayern und Österreich. Regensburg 1993

Letzte Änderung: 10. April 2014 

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