Rein


Stift Rein, Zisterzienserabtei in der Steiermark, Österreich, gelegen 15 km nordwestlich von Graz in einem Seitental der Mur bei Gratwein. Von 1959 bis 1990 war das Stift mit dem aus der Tschechoslowakei vertriebenen Stift Hohenfurt vereinigt und trug den Doppelnamen Rein-Hohenfurt.

Kloster

Stift Rein

Stift Rein

Das von Markgraf Leopold I. von Steyer gestiftete Kloster Rein wurde 1129, noch zu Lebzeiten des hl. Bernhard von Clairvaux, von Kloster Ebrach in Franken aus als 38. Kloster des Ordens gegründet. Es ist heute das älteste durchgehend besiedelte Zisterzienserkloster der Welt.

Von Rein gingen vier Tochtergründungen aus: 1138 Sittich in Slowenien, 1146 Wilhering bei Linz, 1444 Neukloster in Wiener Neustadt und 1620 Schlierbach in Oberösterreich.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stift beschlagnahmt und enteignet. 1945 kehrten die Mönche zurück. In den 50er Jahren wurden in den Stiftsräumen ausgelagerte Klassen des II. Bundesgymnasiums, später Carnerigymnasium, eingerichtet. In den 70er Jahren wurde die Schule eigenständiges Bundesgymnasium mit Tagesheimschule. In den Stallungen der ehemaligen Stiftsmeierei ist eine Außenstelle des Instituts für künstlerische Gestaltung der Technischen Universität Graz eingerichtet.

Das Stift Rein präsentiert sich heute vor allem als typisch österreichisches Barockkloster, wenn auch im Rahmen der jüngsten Renovierungsarbeiten Funde aus der Gotik, Romanik und Römerzeit zutage getreten sind. Der Konvent besteht heute aus knapp zwanzig Mönchen, deren wichtigste Tätigkeitsbereiche die Pfarrseelsorge in den 13 inkorporierten Pfarreien, die Bildung und die innerklösterliche Arbeit sind.

Adresse:

Zisterzienserstift Rein
Rein 1
8103 Rein

Tel.: +43 (0) 3124 51621-0
Fax.: +43 (0) 3124 51621-34
Web: Stift Rein

Klostervorsteher im 20. und 21. Jahrhundert

  1. Franz Sales Bauer, 1900–1909
  2. Ernest Kortschak, Prior regens 1909–1912
  3. Eugen Amreich, 1912–1931
  4. Ernest Kortschak, 1931–1945
  5. Administration durch Fürsterzbischof Ferdinand Pawlikowski; Friedrich Pfennigbauer, am 23. März 1949 aus Wilhering postuliert und bestätigt, verzichtete aber schon am 1. Juli aus Krankheitsgründen.
  6. Tecelin Jaksch 1949–1954 Abt-Administrator (1925-1954 Abt von Hohenfurt)
  7. Aelred Pexa, 1954–1971 (aus Heiligenkreuz postuliert)
  8. Paulus Rappold, 1973–1986 (seit 1971 Prior-Administrator) (abgesetzt)
  9. Gregor Henckel-Donnersmarck, Prior, 1986–1991 (sanierte das Stift wirtschaftlich)
  10. Paulus Kamper, 1991–1994, Prior-Aministrator
  11. Robert Beigl, 1994–1996 (†)
  12. Petrus Steigenberger, 1996–2008 (aus Lilienfeld postuliert)
  13. Philipp Helm, Administrator 2009–2010
  14. Christian Feurstein, seit 2010

Literatur

Rappold, Paulus OCist (Hrsg.): Stift Rein 1129–1979. 850 Jahre Kultur und Glaube. Festschrift zum Jubiläum. – Rein, 1979

Lage & Anfahrt

Letzte Änderung: 23. Juni 2010 

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