Schmeing, Clemens


Clemens Schmeing OSB (* 1930 Coesfeld), Benediktiner und dritter Abt der Abtei Gerleve bei Billerbeck (1971–1999). Wahlspruch: Sicut qui ministrat – Wie einer der dient (Lukas 22, 27).

Clemens Schmeing trat nach dem Abitur auf dem Nepomucenum als Theologiestudent in Gerleve ein und legte am 14. April 1952 die Profess ab. 1956 wurde er zum Priester geweiht und 1959 in St. Anselmo, Rom, mit einer moraltheologischen Studie über Maurus von Schenkl zum Doktor der Theologie promoviert. Nach Gerleve zurückgekehrt unterrichtete er zunächst Philosophie und übernahm 1963 zunächst kommissarisch, später vollständig die Leitung des Noviziats.

Im April 1971 zum Abt gewählt, führte Schmeing die von seinem Vorgänger Pius Buddenborg begonnene Erneuerung »in ähnlich vorsichtiger und versöhnlicher Weise« (100 Jahre Gerleve, S. 116) weiter. Er ließ die Gebäude des Exerzitienhauses und der Jugendbildungsstätte erweitern und den neuen Altar der Abteikirche in der Vierung mitten im Mönchschor aufstellen. 1975 entließ er das Priorat Nütschau in die Selbständigkeit.

Schmeings Leitlinien für das benediktinische Leben in Gerleve wurden 1984 unter dem Titel »Geistliche Wegweisung« für die gesamte Beuroner Kongregation übernommen. Wie auch sein Vorgänger übernahm Schmeing das Amt des Assistens religiosus der Föderation der Benediktinerinnen vom Hlst. Sakrament. 1972 trat unter seiner Leitung in Gerleve eine Kommission zur Erarbeitung der neuen Statuten der Beuroner Kongregation zusammen. Von 1981 bis 1999 vertrat Schmeing die Kongregation in Rom als Prokurator.

In der Öffentlichkeit wurde Abt Clemens Schmeing durch seine Radioansprachen im WDR und in Deutschlandfunk bekannt.

1999 trat er mit Erreichen des 70. Lebensjahres als Abt zurück und ist seitdem Hausgeistlicher bei den Benediktinerinnen in St. Hildegard in Eibingen. Sein Nachfolger in Gerleve wurde der Kirchenhistoriker und Hochschullehrer Pius Engelbert.

Letzte Änderung: 11. April 2009 

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