St. Peter in Salzburg


St. Peter in Salzburg, Benediktinererzabtei (seit 1927) in Salzburg; ältestes bestehendes Kloster im deutschsprachigen Raum und eine von neun Erzabteien weltweit; gegründet um 696 (nach Haustradition 582) durch Bischof Rupert von Worms.

Kloster

Stift St. Peter

Stift St. Peter

Das Kloster St. Peter in Salzburg wurde 696 vom hl. Rupert von Worms gegründet. Zu Beginn war der Abt in Personalunion auch Bischof, seit 798 Erzbischof (Abtbischof). Erst mit Friedrich I. wurde 987 erstmals ein eigener Abt gewählt; St. Peter blieb aber bis ins 12. Jahrhundert Residenz des Salzburger Erzbischofs. 1623 errichtete Erzbischof Paris Lodron die Benediktineruniversität in Salzburg. Bis zu deren Aufhebung 1810 blieb St. Peter eng mit der Universität verbunden. 1876 wurde mit Albert Eder wieder ein Abt Erzbischof von Salzburg.

1927 wurde die Abtei zur Erzabtei erhoben. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Zwischenkriegszeit führten zum Verlust bedeutender Kunstschätze. In der NS-Zeit wurde das Kloster beschlagnahmt, die Mönche vertrieben. Nach dem Krieg kehrten die Benediktiner zurück.

Der Konvent von St. Peter zählt zur Zeit 28 Mitglieder, die auch die zum Stift gehörenden Salzburger Pfarren Abtenau, Annaberg, Grödig, Rußbach und Kirchberg sowie die Wallfahrtskirche Maria Plain und die Kirche St. Michael am Salzburger Residenzplatz betreuen. Eine weitere Stiftspfarre gibt es in Wieting, Kärnten.

1982 war das Stift Schauplatz der Salzburger Landesausstellung. 1998 besuchte Johannes Paul II. die Erzabtei im Rahmen seiner dritten Österreich-Visite. 2004 war auch der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. in St. Peter zu Gast.

Es besteht die Möglichkeit, am Chorgebet und den Gottesdiensten in der Marienkapelle und/oder der Stiftskirche teilzunehmen. Für Männer bieten die Benediktiner auch Kloster auf Zeit nach vorheriger Anmeldung und Absprache an.

Adresse:

Erzabtei St. Peter
Postfach 113
5010 Salzburg
Österreich

Tel.: +43 (0) 662 844576-0
Fax: +43 (0) 662 844576-80
Web: www.stift-stpeter.at

Erzäbte

Petrus Klotz, 1922 bis 1931, 1927 zum Erzabt ernannt
Jakob Reimer, 1931 bis 1956,
Franz Bachler, 1958 bis 1997
Edmund Wagenhofer, 1997 bis 2009
Bruno Becker, 2009 bis 2010

Lage & Anfahrt

Letzte Änderung: 9. März 2010 

No related posts.

Kommentare

Was sagen Sie dazu?