Wolf, Notker
Notker Wolf OSB (* 1940), Missionsbenediktiner und fünfter Erzabt der Erzabtei St. Ottilien; neunter Abtprimas des Benediktinerordens.
Leben
Kindheit und Jugend
Werner Wolf wurde am 21. Juni 1940 als Sohn eines Schneiders in Bad Grönenbach im Allgäu geboren. Seit 1951 besuchte er die Oberrealschule Memmingen, bis er 1955 mit dem Vorsatz Missionar zu werden auf das Gymnasium von St. Ottilien wechselte. Nach dem Abitur 1961 trat er in die Missionsbenediktinerabtei St. Ottilien ein und erhielt den Ordensnamen »Notker«.
Erste Jahre im Orden
Nach Noviziat und Erstprofess 1962 studierte er Philosophie an der ordenseigenen Päpstlichen Hochschule Sant’Anselmo in Rom. 1965 wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er Theologie und Naturwissenschaften (Zoologie, anorganische Chemie und Geschichte der Astronomie) studierte. 1968 wurde er zum Priester geweiht. 1970 ging Wolf als Professor für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie nach Sant’Anselmo. 1974 wurde er mit einer Arbeit über das zyklische Weltmodell der Stoa promoviert.
Erzabt
1977 wurde Wolf zum Erzabt von St. Ottilien und zum Abtpräses der Missionsbenediktiner (1100 Mönche in 20 Klöstern weltweit) gewählt.
[...]
Abtprimas
Am 7. September 2000 wählte der benediktinische Äbtekongress Wolf mit großer Mehrheit zum Abtprimas der Benediktinischen Konföderation mit Sitz in Rom.
Wolf war bereits 1996 zur Kandidatur aufgefordert worden, hatte aber abgelehnt und stattdessen das Amt eines Assistenzabtes übernommen.
Als Abtprimas ist er der höchste Repräsentant des Ordens und leitet die Primatialabtei Sant’Anselmo auf dem Aventin, einem der sieben Hügel Roms. Zur Abtei gehört die päpstliche Hochschule Sant’Anselmo – deren Großkanzler der Abtprimas ist – und ein internationales Studienkolleg. Die Amtsperiode beträgt acht Jahre.
Musiker
Bemerkenswert ist, dass Wolf auch als Kirchenmann in hohen Ämtern von seiner Liebe zur Musik nicht gelassen hat und gelegentlich öffentlich auftritt: im Querflötenduett mit seiner langjährigen musikalischen Begleiterin, der Passauer Musikpädagogin Professor Inka Stampfl, oder als E-Gitarrist und Flötist der Rockformation »Feedback«, seiner ehemaligen Gymnasialband. Die musikalisch an den »Rolling Stones« orientierte Band spielt neben Eigenkompositionen auch Cover-Versionen von »Deep Purple«, »Led Zeppelin«, »Jethro Tull«, »Iron Maiden« u. a. In einem Interview mit dem Magazin »Stern« (Nr.26, 22.06.2006, S.112–119) erklärte Wolf augenzwinkernd, sein Lieblingslied sei »Highway to Hell« von »AC/DC«. »In diesen Liedern ist der Aufstand gegen das Establishment sehr nah am Evangelium.« (ebd.)
2003 brachte die Band »Feedback« unter dem Titel »Rock my Soul« ihre erste CD auf den Markt.
Weitere Ämter
Wolf ist Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender der internationalen benediktinischen Gremien »L’Alliance Inter Monastères« und »Dialogue Interreligieux Monastique« sowie der China-Kommission des Ordens. Er gehört der Europäischen Akademie der Wissenschaften an und ist Erster Vorsitzender des Katholischen Instituts für missionstheologische Grundlagenforschung in München. Außerdem sitzt er im Unternehmerbeirat der Gothaer Versicherung, bei der alle deutschen Benediktiner lebensversichert sind.
Veröffentlichungen
- Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland. – Reinbek: Rowohlt, 2006
- Freisein für Gott. Einübung in die Geistliche Lesung. Paderborn: Bonifatius, 2004 (mit Johanna Domek OSB)
Literatur
- Mensch unter Menschen: Abtprimas Notker Wolf ist 25 Jahre Abt. In »missionsblätter« 97. Jahrgang, Heft 4, 2002
- Gelebter Glaube: Notker Wolf – Ein rockender Benediktiner. Ein Film von Norbert Haberger (Buch und Regie), Bayerischer Rundfunk, 2004; Bearbeitete Fassung: FWU Institut für Film und Bild, 2005
Abtprimas Notker Wolf: Grenzgänger zwischen Himmel und Erde. Die Biografie (Gebundene Ausgabe)
von Vera Krause
Preis: EUR 18,90
Worauf warten wir?: Ketzerische Gedanken zu Deutschland (Taschenbuch)
von Abtprimas Notker Wolf
Preis: EUR 12,00
Die Kunst, Menschen zu führen (Taschenbuch)
von Abtprimas Notker Wolf, Schwester Enrica Rosanna, Leo G. Linder
Preis: EUR 12,00
Letzte Änderung: 30. April 2012
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Kommentare
44 Kommentare zu “Wolf, Notker”
Was sagen Sie dazu?



Ein paar Fehlerchen sind in diesem Artikel: Abtprimas Dr. Notker Wolf dementiert selbst (03.08.2008 beim Konzert in Benediktbeuren), dass er jemals selbst gesagt hätte, “Highway to hell” sei sein Lieblingslied – wenngleich es ihm gefalle.
Die Rockgruppe Feedback orientiert sich nicht an den Rolling Stones, sonder dem Hardrock der 70er (anfänglich bes. UFO) mit Einflüssen aus dem Blues und Rock’n'Roll.
Dies sei doch bitte zu beachten! Danke
Guten Tag!
Ich hatte das große Vergnügen, in den vergangenen 4 Wochen, drei Bücher von Notger Wolf zu lesen. Ich bin schlichtweg begeistert. Ich würde sehr gerne einen persönlichen Kontakt, in Form einer e-mail Adresse zu Abtprimas Notger Wolf aufnehmen, um Ihm meine ganz persönlichen Worte und Einschätzungen zu seinen Ansichten und Äußerungen zukommen zu lassen. Ich denke, dessen Zeilen sind mit das interessantesete, was in letzter Zeit veröffentlicht wurde.
Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mir per e-mail eine Anschrift zukommen lassen würden. MfG Reinhold Dempf
http://www.osb.org/intl/intl.html gibt seine E-Mail-Adresse mit primas@OSB.org an. Ob die aber stimmt und auch bedient wird, weiß ich nicht.
Ich habe mit großem Interesse einen Bericht über die Tätigkeit in Afrika verfolgt.
Ich habe selbst eine Stiftung in Sambia ins Leben´gerufen und würde gern mit Abtprimas Notker Wolf Kontakt aufnehmen. Mir wäre sehr an einem Meinungsaustausch und möglicher Zusammenarbeit gelegen. Unsere Stiftung beschäftigt sich schwerpunktmässig mit Waisenkindern und HIV/Aids.
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
K.-L. Schonhauer
Ich denke fur Sozial-Kultur Arbeit das ist eine sache viel richtig,
eine grosse arbeit von Abt primas fur die Leute.
Sie scriebe und denke fur eine mehr starke sozialmarktwirtschaft.
Das ist so viel schoen fur die Leute, Familien, so fur alles die Menchen.
Eine Capitalismus mit eine Seeler, fur die Leute, mit Soziale
ist unvergeslichen fuer die Welt.
Bitteschoen fuer meine Deutche kein schon, aber immer
die uebung macht den meister.
Mit Freundlichen Grussen.
Mario Mari von Rom(Italien).
ich habe das Vergnügen gehabt Abtprimas Notker Wolf in konstanz beim Neujahrsempfang der HWK und IHK zu hören. Als Autor und auch als Redner ist er einzigartig. Seine einfache, klare Sprache zeichnet ihn aus. Nicht nur das, Notker Wolf findet auch Worte hart am Puls der Zeit, die zum Nachdenken anregen. Ich würde gerne eine Veranstaltung mit ihm als Referenten organisieren. An wen kann ich mich wenden?
Schauen Sie doch einmal auf http://www.osb.org/intl/intl.html#primas, dort finden Sie sicherlich weitere Informationen.
Viel Erfolg!
Heute bei WELT-online.
Ein Interview mit Abtprimas Notker Wolf.
http://www.welt.de/politik/article3383428/Kondome-sind-nicht-die-Loesung-gegen-Aids.html
Sehr verehrter Abt Notker Wolf,
ich habe gestern und heute ihr neues Buch gelesen. Danke dafür. Es spricht mir in vielen Artikeln aus dem Herzen. Hoffentlich lesen dieses Buch viele Menschen.
Es grüßt Sie aus dem Sauerland in Iserlohn
Hubert Stumm
in der letzten Woche war ich bei einem Vortrag von Herrn Abt Notker Wolf in Kempten, er hat dort angekündigt in Kürze wieder bei einem Konzert in St. Ottilien mitzuwirken. Leider habe ich mir den genauen Termin nicht gemerkt und versuche nun heraus zu finden an welchen Tag das Konzert stattfindet. Es würde mich freuen, wenn mir jemand den genauen Termin mitteilen würde.
Schöne Grüsse aus dem schönen
Allgäu
Gabi Sager
Sehr verehrter Abt Notker Wolf.
Sie, als Sohn eines Schneiders werden bestimmt nachvollziehen können, wie hektisch es heutzutage in der Modebranche zu und her geht.
Als Inhaber eines Modehauses hat mich “Die Kunst, Menschen zu führen” schlicht begeistert.
In einem derart turbulenten Alltag wird dieses Buch für mich zum täglichen Wegbegleiter. Danke, dass Sie es geschrieben haben!
Ich wünsche Ihnen viel Glück, Kraft zum Schreiben und Gottes Segen.
Daniel Seiler
Ich finde Ihr Buch : ” Gott segne Sie ! ” interssant, weil ich selber teilweise die eine oder andere Erfahrung gemacht habe .
Z . B. , wenn es einfach keinen freien Sonntag für mich gibt , oder man manchmal durcharbeiten muss .
Aber noch etwas zu Ihrem Kapitel : Die Last der Schuld : Wenn jemand zum Beispiel in einer Kante mitten zwischen dem U – Bahngleis liegt, kann ich ihn nicht so einfach herausziehen.
Ich sorge schon dafür, ( wie Sie richtig beschrieben haben ) dass alles menschenmögliche getan wird, dass der Geschädigte wieder gesund wird.
Eine großartige Persönlichkeit ! Es ist immer wieder beeindruckend ihn zu erleben.
Seine Sprache , seine Bücher sind einmalig.
Danke.
Es ist immer wieder ein großes Erlebnis ihm zu begegnen.
Seine Sprache, seine Bücher sind einmalig !
Danke
Ihre Bücher: eine Wohltat, eine Nahrung,ein Segen, ein Geschenk des Himmels…Wann schreiben Sie so viel Gutes,das Menschen Mut und Hoffnung schenkt, das sie von Ängsten und Bedrückungen befreit?Sie sind so oft unterwegs—schreiben Sie nachts?Ich bin eine “Pilgerin” und geniesse Ihr letztes Buch. Gott schenke Ihnen noch viel Zeit,damit Sie “Geschenk” für die Vielen bleiben können! Danke!
Hallo,
wer kennt einen Ansprechpartner, der mir helfen kann, einen Choral für eine Metalproduktion aufzunehmen? Bei vielen Klöstern stößt man leider auf Ablehnung, weil sie den Gesang als reines Gebet ansehen.
lg
Sascha
Choral und Metal
die Idee nenne ich mal genial. Eigentlich ist Metal nicht die Musik, die ich gern höre, aber ich habe festgestellt, dass nicht alle Texte düster und böse sind. Beim Death Metal z. B. konnte ich durchaus schon Texte hören, die philosophische und religiöse Hintergründe haben.
Und hat der Tod nicht auch eine ganz besondere Bedeutung in der christlichen Religion!?
Sascha, ich hoffe, dass Du Glück mit der Suche hast und die Produktion und die Texte dafür die ganze Metalszene ansprechen. Und für den Glauben hoffe ich, dass durch diesen – schon sehr ungewöhnlichen – Mix, das Nachdenken über den Glauben wieder angeregt wird und aus der großen, weiten Welt der Metalmusikhörer der eine oder andere wieder zum Glauben findet.
Meliha
Hallo Herr Notker Wolf.
Ich lese jede Woche die Kolumne in Bild der Frau. Ich finde Sie sprechen einem wirklich aus dem Herzen. Wie in der Kolumne über Pfinsten. Ich frage mich manchmal in was für einer Welt wir leben, dass die Menschen nichts mehr von Gott wissen wollen. Dazu frage ich mich wie eine Mutter der Meinung ist das Vater unser sei ein Gedicht und Ihr Kind bräuchte so etwas doch nicht lernen.
Wo soll das nur noch hinführen?
Dorothea
hallo dorothea! auch ich bin bekennende bild der frau leserin. zuerst lese ich immer den ratgeber liebe und sex, dann das horoskop von astrologin mauretania gregor, der höhepunkt ist dann aber die kolumne von notker wolf, er hat uns frauen so unendlich viel zu sagen… ich meine auch: wo soll das nur noch hinführen?
Ersteinmal: Lieber Herr Abt !
Herzlichen Glückwunsch zum 70.Geburtstag.
Derr Herr segne und behüte Sie weiterhin.Ich denke, dass Sie einen guten Tag
erleben werden.
Meine Frau (evamgelisch und ich bin katholisch)liest Ihre Kommentare in der
BILD DER FRAU und zeigt sie mir immer.Wobei ich das Katholische Sonntagsblatt(Zeitung) bevorzugeIn dem Sie leider nicht schreiben.
Petra und ich hören sehr gerne Ihre Musik. Und überhaupt: Sie sind ein klasse
Typ: R’nR can never …….. und wir wünschen weiterhin bleibende Schaffenskraft.
Herzliche Grüße aus Lübeck
Petra und Dieter Jänisch
Achternhof 25
23554 Lübeck
Sehr geehrter Herr Abtprimas Notger,
Alles Liebe und Gute zum Geburtstag. Möge es Ihnen ein Lebensjahr werden mit vielen schönen Melodien! Ich Wünsche Ihnen das Ihre persönliche Lebensmusik in Dur gespielt wird. Weiter so. Ich finde es wunderbar. Vielleicht kommen Sie auch mal in den Dom der Westfalenmetropole Muenster.
@ “…Westfalenmetropole Muenster…”
Westfalen ja, Metropole NEIN
sorry, habe die Adressatin vergessen:
gemeint war natürlich
@maria
Sehr geehrter Bruder Notker Wolf,
ich bin 24 Jahre alt und trage seit ein paar Jahren die Sehnsucht mit mir herum, als Nonne mein Leben Gott zu widmen. Ich spüre einfach, dass dies mein Weg ist! Wenn Sie mit mir in Kontakt treten könnten, würde ich mich sehr freuen! Dass Sie Rock spielen, finde ich toll. Das hat mir gezeigt, dass ich nicht auf meine Vorliebe für HardRock verzichten brauche, wenn ich ins Kloster möchte…
Momentan lese ich ihr Buch “Wohin pilgern wir?”- eine starke Hilfe für meine Zukunftsvisionen! “Solvitur ambulando.” Diese Erfahrung mache ich im Moment.
Mit freundlichen Grüßen
(Im Gebet verbunden)
Ihre Anna
liebe anna, wenn du dich als frau für das monastische leben interessierst, solltest du mit einer frauengemeinschaft deiner wahl (adressen gibts hier genug) kontakt aufnehmen. dort wird man dir dann schon erklären, wie ein leben als nonne (nicht als einfache schwester) so abläuft. notker w.s faible für hardrock (wer hört denn heutzutage noch sowas?) ist sicher nicht typisch für die musikalischen gepflogenheiten in einem nonnenkloster. “bruder” notker, wie du ihn so liebevoll nennst, ist mit sicherheit eine ausnahmeerscheinung in der monastischen scene, und dass in vielerlei hinsicht….
Grüß Gott lieber Abtprimas Wolf,
gerne würde ich wieder mit Ihnen in Kontakt treten. Ich schreibe ein Buch “Meine Leben, Berufs-” und möchte Sie um ein Vorwort bitten. Ein paar Mal durfte ich Ihren Vorträgen mit Vergnügen lauschen. Wir hatten zuletzt vor 3 Jahren persönlichen Kontakt in München.
Mit freundlichen Grüßen vom verschneiten Chiemsee
Manfred Nachtwey
Als Philosoph würde ich sagen, wer fordert die Menschen auf sich selbst zu finden? Was ist denn unsere Wahrheit bei der Integration? Um es kurz zu machen, und letzte Frage, wie blöd werden Menschen, auf einer wissenschaftlichen Skala, die die Strahlung von Bildschirmen ertragen müssen?
Wir beschleunigen also den Kulturellen Verfall, um mit anderen Kontinenten gleichzuziehen, damit auch hier das Lohnniveau fällt!
Wer, ich frage doch noch eine, und frage wer, wer frägt bei der globalen Welt, was in globalen Weltmeeren (2/3 des Erdballs), für eine Gottespräsenz anzutreffen ist??? Wir bräuchten schwimmende Kirchen, wo U-Boote andocken könnten!
Freundliche Grüße, Alesso H.
Hallo Herr Abtprimas Notker Wolf,
i hoff das des die richtige Anred is.
Der bericht bei “Markus Lanz” gefiel mir soweit ganz gut.
Jetzt kommt aber das ABER:
Sie haben nicht recht mit der Aussage, daß man Arbeiten sollte, um einen Anspruch an ALGII zu erhalten.
Viele wollen arbeiten (die meisten) und haben keine Chance.
Ich habe selber das Problem damit den Steuerzahlern “auf der Tasche” zu liegen.
Es gibt aber immer zwei Seiten einer Medallie.
In einem Fall, ist man dazu verpflichtet eine bestimmte Summe an Gehalt nicht zu unterschreiten – Unterhalt.
In einem anderen Fall, ist es nicht möglich zu Arbeiten (Behinderung).
In beiden (und vielen anderen Beispielen) Fällen steht der Wunsch nach herkömmlicher Arbeit an erster Stelle, Das zu erreichen ist aber fast immer unmöglich. Grad in letzter Zeit.
Leider war die Zeit zu knapp, denn ich kann nicht daran glauben , daß gerade Sie wirklich polemisch klingen wollten.
Für mich persönlich (ich bin Agnostiker) steht auch die Beschäftigung an erster Stelle.
Diese muß aber nicht immer lukrativ sein.
Da sind wir uns wahrscheinlich viel näher, als manch andere glauben.
Anderen zu helfen, zu unterstützen, bereitet mir Freude.
Langweilig auf der faulen Hut zu liegen hingegen nicht.
Arbeitslos zu sein ist hingegen, für mich, kein besonderes Problem, allerdings “liege ich auf den Taschen anderer”, aber nicht auf der “faulen Haut”.
Soweit ich Aktiv bleibe, und trotzdem nebenbei versuche eine Arbeit zu finden, hab ich kein Problem mit dem Stempel “Arbeitslos”.
In einer Gesellschaft, die die Arbeitsplätze stetig abbaut um selber Lukrativ zu bleiben, kann ich kein “Falsch” darin sehen Arbeitslos zu sein.
Um 1900 herum wurde bereits vorhergesagt, daß es bald “besser” wird. Daß unsere moderne Gesellschaft es irgendwann schaffen wird, daß wir mehr Freizeit haben werden.
Sie hatten recht, aber keiner dachte daran, daß man was zu Leben braucht.
Nicht Geld allein …
… aber menschenwürdiges leben sollte schon sein.
Mit vielen Grüßen
J
hat er sich mal wieder zu den staatlichen transferleistungen für bedürftige geäussert, unser werter notker wolf. er kanns einfach nicht lassen; als jemand, der selbst genauso wie seine mitbrüder in st. ottlilien anderen auf der tasche liegt, ist er ja geradezu prädestiniert für diese thematik. im spenden sammeln und erbschaften annehmen sind sie jedenfalls fleissig, die herren missionsbenediktiner. wie das en detail ausschaut, kann man sich auf folgender website mal angucken, in dem man sich die jahresberichte mit der einnahmen- und ausgabenübersicht reinzieht. nicht mal ihre krankenkassenbeiträge können diese mönche mit ihrer hände arbeit finanzieren…
http://www.erzabtei.de/html/Liebeswerk.html
Sehr geehrter Herr Wolf,
Ihre Aussage bei Herrn Lanz über das Leben eines “Englisch-Lehrers”
als Alptraum-Alternative zu Ihrem Lebensentwurf fand ich höchst arrogant und Menschen verachtend.
Ich war über 40 Jahre lang Englisch- und Französisch-Lehrer, Fachleiter am Seminar, bin seit 1966 verheiratet und habe gemeinsam mit meiner Frau zwei Söhnen den Weg ins Leben geebnet.
Sie haben leider mein Vorurteil bestätigt, dass katholische Priester sich das bessere Stück vom Kuchen abschneiden.
Mit freundlichen Grüßen -
Werner Ohly
PS: Meine Frau und ich und unsere Söhne sind katholisch.
Sehr geehrter Herr Wolf,
heute Nacht sah ich Sie zufälig bei “Leute night” SWR. Bei dem Interview wurden Sie auf den Missbrauch und die Misshandlungen angesprochen.
Ihr Reaktion war wie üblich von Geistlichen: Das machen andere auch. Und überhaupt, das mit den Watschen, war damals üblich (50-iger und 60-iger Jahre).
Ich will dazu sagen, dass ich KEIN Heimkind bin. Aber ich bin mit einem ehemaligen Heimkind liiert. Ich kenne mich da inzwischen ziemlich gut aus und entweder Sie haben sich nie richtig darüber Gedanken gemacht oder Sie versuchen alles “klein zu halten”. Ich habe zum Beispiel als Kind auch Ohrfeigen und mehr bekommen. Das hat mich allerdings nicht dazu gebracht – im Gegensatz zu meinem Lebensgefährten – noch mit über 60 Jahren nachts Alpträume zu haben und einen Therapeuten aufzusuchen. Denn sie vergessen, ich als Kind hatte noch ein anderes Umfeld. Menschen wie Oma, Opa, Tante usw., zu denen ich gehen konnte, wenn dicke Luft war. Was aber haben Heimkinder? Sie hatten in unserem Fall nur die Nonnen, die sie täglich misshandelten. Es kam dann noch dazu, dass mein Lebensgefährte Bettnässer wurde. Alles im Heim. Ihm wurde dann morgens sein nasses Betttuch umgehängt und er musste sich von den anderen Kindern verhöhnen lassen. Gehauen von den Nonnen wurde täglich. Gebrochenes musste gegessen werden. In den Schweinestall wurde er gesteckt, mit dem Hinweis, die Schweine würden ihn fressen. Ich könnte noch mehr in dieser Richtung erzählen.
Und Sie meinen, das wäre damals doch so gewesen.
Nein, Herr Wolf. So war es nicht üblich.
Und das Schlimme daran ist, dass niemand das glauben wollte, was das Kind erzählt hat. Weil die Nonnen doch so gut sind.
Und das gerade ist es. Hat die Kirche nicht eine besondere Stellung? Will sie sich in diesem Punkt mit den Normalos vergleichen?
Keine Ahnung, ob Sie, Herr Wolf, mein Geschreibe überhaupt lesen.
Ich kann es nur hoffen.
Ich weiß zwar nicht, was Sumit Comment heißt, aber ich werde mal drauf drücken.
Mit freundlichem Gruß
Jutta Otto
Lieber Abtprimas, Notker Wolf,
ich lese alle Tage die NEWS LETTER VOM VATIKAN und da fand ich heute, 27.2.2011 ihre Stellungnahme zu einem Thema, das Wind in unsere Kirche gebracht hat. Es hiess:
“Abtprimas Notker Wolf, oberster Repräsentant der Benediktiner weltweit, bewertet das Memorandum von mehr als 250 Theologieprofessoren und Hochschuldozenten zwiespältig”.
OK
Dann steht weiter geschrieben, was Sie sicher unter grossen Aplaus verkündet haben „Tun wir doch als Katholen nicht so, als ob es in anderen Kirchen besser ohne den Zölibat wäre.“ Zu wenige hätten den Mut, auch von einem Leben zu sprechen, das von der Liebe zu Christus bestimmt sei. (kna)
Ich meine zu wenige haben heute den Mut davon zu sprechen wie unsere Kirche immer noch trotz der bekannt gewordenen Missbrauchsfälle die zölibatere Lebensweise der kath. Weltpriester verteidigt ohne die Bereitschaft die Stimme der betroffenen Priester selbst zu hören. Bisher gibt es nur Stellungnahmen von kirchl. hohen Persönlichkeiten, die die Tradition verteidigen.
Die Bereitschaft zur WAHRHAFTIGKEIT ist immer schwierig in unserer Kirche und besonders, wenn eine grosse tausendjährige Tradition hinterfragt wird.
Die Meinungen zu diesem Thema von der Basis des kath. Weltklerus sind nicht nur total unerwünscht, sondern werden repressiv zurückgehalten.
Interessieren Sie wirklich die leeren Altäre am Sonntag in den vielen Kapellen in Lateinamerika, in Afrika? Ist die Eucharistie nur auf dem Papier des II VATICANUMS die Lebenskraft des Volkes Gottes oder glauben Sie das auch wirklich nicht nur für sich, sondern für das einfache Fussvolk Gottes in den SERTÕES DO BRASIL und in den weiten Gebieten Afrikas.
Ich habe den Eindruck, die HIERARCHIE unserer Kirche lebt von der Tradition und mit grosser Angst vor neuen Wegen in die Zukunft.
In Erinnerung an die Begegnung mit Ihnen bei der Hochzeit von Hubert Eisenack in Salzburg.
Gerd Brandstetter, Brasilien
RE: Your interview with Mr. Lanz
Dear Sir,
It is with great sadness that I write to you today in fact your books do not ring true to me any longer.
Your remark in regard to the “little life of an English teacher” and his “little family” are quite disturbing.
All these years in the monastery and yet such disrespect for the vast majority of humanity.
With these remarks you removed the monastic halo for many of us.
You must have read St. Paul who urges us to honor with gratitude all parts of the body…..
Perhaps the cross is the wrong symbol for you to wear at this time in your life?
Sir, when my grand children ‘miss the mark’ they have to go into time out,
a space in the home, where they rethink their behavior in solitude. Then they are asked to apologize to whoever they have offended.
I wish you well for your future! How about teaching English for a while and raising a little family,
Sincerely,
H. Letbetter
USA
Sehr geehrte Herr Abtprimas Notker Wolf !
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich Sie telefonisch erreicht und mit Ihnen einige Worte sprechen konnte. Auskunft über meine Person erhalten Sie bei Google: Ernö Sebestyén Wikipedia. Da ich mich hier sehr kurz halten möchte, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine Postanschrift nennen würden (über meine obige emailadresse) , zu der ich Ihnen eine kleine Information schicken möchte über die 1000jährige Benediktinervergangenheit in Ungarn und 2 CD’s von meiner künstlerischen Tätigkeit: eine Richard-Strauss und eine Johann Sebastian Bach-Aufnahme in der Hoffnung, dass Sie ein paar Minuten Muse haben, um sie anzuhören. Gern wiederhole ich nochmals meine herzliche Einladung auszusprechen – vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit.
In herzlicher Verbundenheit
Ernö Sebestyén
bitte, die korrigierte emailanschrift zum obigen Text beifügen
In seinem Buch “Wohin pilgern wir?” spricht Abtprimas Wolf auch das Phänomen der Santiago-Wallfahrt an und .. er behandelt es inhaltlich insoweit enttäuschend, als er die “ollen Kamellen”, die Luther in die Welt setzte, weiter käut. Als Benediktiner-Primas hätte er aber beste Gelegenheit gehabt, sich ordentlich zu informieren. So haben die Benediktinerinnen in Santiago – gegenüber der Kathedrale, in ante altares – erstklassige Spolien aus der Grabkapelle des hl. Jakobus; die Damen Benedikts werden wohl wissen, was diese bedeuten. Zudem dürfte es ihm sehr leicht möglich sein – eher als unsereinem – alles über die Ausgrabungsergebnisse seit 1988 zu erfahren. Diese sprechen anders als das Geschwätz Luthers zu den Hunds- oder Pferdeknochen im “angeblichen” Jakobusgrab.
Weiterhin gibt er, N.W., in o.a. Buch an, dass (Flavia) Jaffa der Hafen von Jerusalem gewesen sei – ist OK; Iria Flavia – heute Padron – war der wichtigste Hafen Nordspaniens für den maritimen Erzhandel (Gold, Silber Zinn) in der Römerzeit. Dieser Hafen war durch eine Hafenfestung gesichert, die Augustus bereits errichten ließ, um der Seeräuberei entgegen zu wirken. Wenn die Verhältnisse so sind, Ist es dann ausgeschlossen, dass Jakobus diese Kelten Galiciens besuchte, so wie Paulus die Kelten/Galata in Galatien?
Lässt man die historischen Fakten und die Archäologie wirken, kommt man schnell zur Erkenntnis, dass die Jakobusgeschichte sehr plausibel und auch belegbar ist, während Luther ein armer Tropf war, der – borniert – nichts sah – auch die Veronika in Rom nicht! – aber alles besser wusste.
Es gibt viel weitere Kritik an NW Buch, die sich vor allem gegen die allgemeine Lächerlich-Machung des Reliquienkultus richtet. Es gab sicherlich eine Menge Kokulores, aber im Kern ist vieles an der Verehrung von Reiliquien, auch der Kreuzreliquien sehr wahr und auch menschlich. Dass die bekannten Kreuzesspiltter einen Wald zusammenbringen würden, ist ein Schwachsinn, der auch durch abtprimatliche Wiederholung nicht ernst zu nehmen ist.
Unsere Vorfahren nicht blöder als wir es sind!
Beste Grüße
HJ Arens
Sehr geehrter Herr Abtprimas Notger Wolf
Sie wurden kürzlich in der Presse zitiert mit kritischen Kommentaren zu den Rollen der Ratingagenturen. Diese Kritik mag zutreffen oder nicht, ganz sicher ist da einiges zu verbessern, auf jeden Fall aber ist sie zu einseitig.
Die demokratischen Regierungen haben über Jahrzehnte bewiesen, daß sie nicht die Kraft und Integrität haben, nachhaltige Haushaltspoltik zu gestalten. Dies hatte u. a. zur Folge, daß Milliarden als Schuldendienst an Anleger und Banken geflossen sind, die besser in Bildung und soziale Projekte, bzw zur Schaffung von Arbeitsplätzen getaugt hätten. Zu diesen unhaltbaren Mißständen hätte ich an dieser Stelle dann auch eine Aussage erwartet.
Die gescholtenen Agenturen erfüllen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle: sie sind die weltweit einzige Institution, die die Möglichkeit und die allerseits akzeptierte Authorität hat, den Regierungen über die Märkte Grenzen aufzuzeigen. Eine Tatsache, für die wir, so fürchte ich, noch mal sehr dankbar sein werden.
Hallo ! (Ich weiß nicht ob ich Damen und Herren ansprechen soll )
Notker Wolf hat in Ingolstadt vor einiger Zeit einen Vortrag gehalten , den ich leider verpasst habe , in dem er sich kritisch über die Führung unserer Wirtschaft geäußert hat und für seine Ausführungen großen Applaus und in der regionalen Presse sehr positve Kritik erhalten hat . Falls er wieder einen Vortrag in unserer Nähe hält , habe ich die bitte mich darüber zu informieren , egal um welches Thema es sich handelt .
Mit freundlichen Grüßen
Manuel pritzl
Abtprimas Notger vesteht auf geniale Weise, sich in verschiedenen Ausdrucksformen Gehör zu verschaffen. Sei es das gesprochene oder geschriebene Wort oder eben auch die Musik. Ihn auf den “Highway to hell” zu reduzieren, wäre einfach zu wenig. Er ist im besten Sinne Benediktiner und Missionar.
aufgepasst, am nächsten samstag legt die jetzt schon legendäre boygroup des abtprimas einen fulminanten start bei carmen nebel im zdf hin. nach den “schmetterlingen im bauch” also jetzt liebeslieder trällernde missionsbenediktiner, die die schmachtenden herzen der bild der frau leserinnen im nu erobern werden…welch grossartige idee von notker wolf, einfach diese erfolgsgeschichte der “pretres” und der “priests” nach deutschland zu bringen, darauf haben wir alle gewartet…bericht und video z. b. hier:
http://www.krone.at/Musik/Die_Priester_Tiefer_Glaube_plus_stylishe_Pop-Musik-So_gut_wie_Madonna-Story-299456
die benediktiner unglaublich unter diesem abtprimas! was kommt wohl als nächstes?
Hallo!
Ich habe viel positives Feedback über die von Abtprimas Notker Wolf gehaltenen Vorträge gehört bzw. gelesen. Um ihn wegen eines Engagaments anzusprechen, würde ich gern Kontakt zu Herrn Notker Wolf aufnehmen.
Wer kann mir mit Kontaktdaten helfen?
Danke und mit freundlichen Grüßen!
R. Schott
hallo Hr.(Dr.)Notker Wolf
Ihr Buch Worauf warten wir hat genau meinen Seelischen Asbekten getroffen
genau dieses buch müsste mal Hr Sarazin lesen .
Leider muss ich eines beanstanden,das Sie in der Familie nur Vater ,Mutter und
Geschwister ansprechen aber nicht die aufopfernten Großeltern da sich mitlerweile
diese Generration durch verjüngung auch Aktiv (teilweise)an der Erziehung beteiligt
weil beide Elternteile zum Arbeiten gezwungen werden
gruss ein Stolzer Opa
Sehr geehrter Abtprimas,
ich bin weiss Gott kein Drückeberger,aber wenn ich nach Ihren Argumenten und Regeln gehe,so würde dass ein Armutszeugnis für jeden Langzeitarbeitslosen bedeuten der durch mehrere gesundheitliche ärztl.Gutachten einerseits dermassen eingeschränkt ist auf dem allgemeinen arbeitsmarkt und nach Ihrer Aussage “Würde ” erhalten nichtmal in einer putzkolonne arbeiten könnte.Andererseits jeder EU-Rentenantragsstellung abgelehnt wird,und in einer Lücke des Hartz4 systems hängen bleibt dem Sie noch beipfichten dass der Regelsatz von 345 Euro abgesenkt werden soll.Damit versetzen Sie gesundheitlich eingeschränkte Arbeitslose geradezu einen stich ins Herz um es mal so auszusagen. Man wird ja dann zusehends gezwungen Rechtsanwälte und Gerichte in Anspruch zu nehmen. Gruß ! Thomas