Olivetaner


Die Olivetaner (lat. Fratres eremitae de monte Oliveti, Congregatio Sanctae Mariae montis Oliveti, Mönche von Monte Oliveto oder vom Ölberg) sind eine Benediktinerkongregation in Italien, gegründet durch Giovanni Tolomei in Siena, der sich als Professor der Philosophie, von einer Augenkrankheit genesen, 1313 mit anderen auf seiner Besitzung bei Siena dem Dienste der heiligen Jungfrau weihte. Der Stifter starb infolge der Verpflegung Pestkranker 1348.

Von Johannes XXII. bestätigt, nahmen die Olivetaner die Regel Benedikts mit eigentümlichen Verschärfungen an und gründeten auf einer nahe gelegenen Anhöhe, dem Monte Oliveto, ein Kloster.

1960 schloss sich die Kongregation, zu der heute etwa 260 Mönche auf vier Kontinenten gehören, der Benediktinischen Konföderation an. Von den Olivetanerinnen, die ebenfalls international verbreitet sind, leben im deutschsprachigen Raum die Olivetaner-Benediktinerinnen von Heiligkreuz bei Cham in der Schweiz.

Die Olivetaner-Benediktiner tragen einen weißen Habit.

Letzte Änderung: 18. März 2009 

Kommentare

5 Kommentare zu “Olivetaner”

  1. Br_Tuck Identicon
    Br_Tuck
    1. August 2014 20:08

    Meines Wissens gehört seit einiger Zeit auch das Priorat Gräfinthal im Saarland, vorher Kongregation von Solemnes, zur Kongregation von Oliveti . Weiß da jemand genaueres?

  2. ludger mueller Identicon
    ludger mueller
    1. August 2014 20:33

    Ja die Mönche gehören nurn zur Oliveto Gemeinschaft in Italien in der Nähe von Florenz. Es sind noch drei Mönche dort zur Zeit.

  3. Br_Tuck Identicon
    Br_Tuck
    4. August 2014 20:56

    Sehr geehrter Herr Müller,
    Ihnen vielen Dank für Ihre Information. Wie schätzen Se eigentlich die Zukunftsaussichten von Kloster Gräfinthal ein? Ich stamme selbst aus der betreffenden Großregion. Wie ich hörte, sind die meisten der umliegenden Pfarrer eher negativ gegenüber dem Kloster eingestellt.

  4. Ludger Müller Identicon
    Ludger Müller
    5. August 2014 08:59

    Wenn Sie mich so fragen, dann würde ich sagen, eine solche kleine Gemeinschaft hat keine Überlebenschance. Da ist zu wenig menschliches Potential da. Die Gruppendynamik erfordert eine größe von Charismen strotzende Gruppe.
    Das ganz scheint mir sehr speziell, individuell und kann mir schlecht vorstellen das Italiener nach Deutschland kommen wollen, um ein Kloster im Bestand zu sichern. Das ist alles sehr wage, wenig realistisch. Ein nur ein neues Gewand ist es auch nicht. Es sind ja zur Zeit nur 3 Brüder. Das ist für ein kontemplatives Kloster zu wenig und hat keine Zukunft.

  5. Br_Tuck Identicon
    Br_Tuck
    5. August 2014 22:18

    Lieber Herr Müller,
    Danke für Ihre Einschätzung, die ich im Großen und Ganzen aus dem „Bauch“ heraus durchaus teilen kann. Ich war vergangenen Samstag (wie gesagt stamme ich aus der Großregion) mit einem befreundeten Diözesanpriester, der sich das Kloster mal anschauen wollte, dort vormittags zur Konventmesse zu Besuch. Ich denke mal, eine große Klosterkirche in historischem Rahmen ist sicher nicht verkehrt, doch sollten zunächst entsprechende angemessene Baulichkeiten für den Konvent her, die auch für eventuelle Kandidaten ansprechend sind. Da hat man wohl in Gräfinthal falsche Prioritäten gesetzt. Dennoch wünsche ich dem Kloster dort eine möglichst gute Zukunft. Die Mönche haben es sicher verdient.

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