Bösch, Leonhard


Leonhard Bösch OSB (1912–2004), 57. Abt der Benediktinerabtei Engelberg.

Franz (Sales); * 12. März 1912 (Ingenbohl); † 24. Feb. 2004 (Maria Rickenbach); Prof.: 4. Okt. 1933, 5. Okt. 1936; Sac.: 13. Juli 1938 (Chur); Abbas: el. 8. Feb. 1956, ben. 12. März 1956, res. 22. Feb. 1988.

Bösch kam nach der Primar- und Sekundarschule 1927 an die Stiftsschule Engelberg. Nach der 6. Gymnasialklasse trat er in das Noviziat ein und bestand 1935 als junger Frater die Matura. Er studierte zunächst in Engelberg und dann von 1936 bis 1938 am Benediktinerkolleg Sant’Ansemo in Rom. Nach seiner Priesterweihe folgten weitere Studien am Institut catholique in Paris. 1940 begann er seine Lehrtätigkeit am Gymnasium in Engelberg, wo er vor allem in den Fächern Latein und Griechisch unterrichtete. Im Kloster war er seit 1955 Prior, Novizenmeister, Fraterinstruktor und Präsident der Finanzkommission, bis er 1956 zum 57. Abt des Klosters Engelberg gewählt wurde.

Bösch veranlasste umfangreiche Baumaßnahmen wie die Neubedachung des Klosters und der Kirche mit Erneuerung der Glocken, die Erweiterung des Friedhofes und der Schulhaus-Neubau im Äschi. Beim Neubau des Kollegischulhauses auf der Ochsenmatte wurde die ehemalige Realschule aus dem Ökonomiegebäude als Sekundarschule in die Stiftsschule eingegliedert. Um die notwendige Renovation des Kollegiums zu finanzieren, mussten Landverkäufe getätigt werden.

Von 1967 bis 1979 war Bösch auch Präses der Schweizerischen Benediktinerkongregation.

1988 resignierte er. 1993 übernahm er den Posten des Spirituals bei den Benediktinerinnen in Maria Rickenbach.

Bösch war bis ins hohe Alter aktiv und geistig rege. Noch 2003 verfasste er eine Klostergeschichte des 1862 von Engelberg aus gegründeten Konvents Maria-Rickenbach.

Literatur

  • HS III/1 (1986) S. 657
  • Pfarrblatt Stans-Oberndorf-Büren, 18.–23. März 2004

Letzte Änderung: 23. Juli 2009 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Bösch, Leonhard”

  1. Peter O'Connor Identicon
    Peter O'Connor
    20. Januar 2014 07:34

    I’m looking for Theodor Bucher, who wrote in his Einführung in die angewandte Logik (Berlin 1987) that L. Bösch enabled him to teach philosophy in Chur. The secretary at the Theologische Hochschule replied she never heard of Bucher. 😞

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