3. September 2014

Albert Sieger OSB zum Prior-Administrator der Abtei Maria Laach gewählt

Maria Laach – Nach dem Ende der zwölfjährigen Amtszeit von Abt Benedikt Müntnich OSB hat der Konvent der Benediktinerabtei Maria Laach Pater Dr. Albert Sieger OSB mit Wirkung zum 2. September 2014 für eine Amtszeit von drei Jahren zum Prior-Administrator gewählt.

Albert Sieger OSB

Albert Sieger OSB (Foto: Abtei Maria Laach)

Der Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation, Abt Dr. Albert Schmidt OSB, der die Wahl zusammen mit dem Abt des Klosters Neuburg in Heidelberg, Franziskus Heereman, geleitet hatte, hat die Wahl bestätigt und den Gewählten in sein Amt eingesetzt.. Der neue Ordensobere der Abtei hat die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Abt, trägt aber keine Insignien und erhält keine Benediktion („Abtweihe“).

Pater Dr. Albert Sieger OSB wurde 1962 in Mönchengladbach geboren und wuchs in Bonn auf. Sein Studium der Theologie absolvierte er in Bonn, Würzburg und Rom. 1992 trat er in die Abtei Maria Laach, wo er 1995 seine zeitliche und 1998 seine ewige Profess ablegte und dort auch 1999 die Priesterweihe empfing. In der Folge war er in verschiedenen Bereichen des Klosters tätig, zuletzt als Chefredakteur der Gebetszeitschrift Te Deum. Pater Dr. Albert Sieger OSB wurde 2012 zum Prior und 2013 zum Novizenmeister der Abtei ernannt.

Lesermeinungen

3 Kommentare zu “Albert Sieger OSB zum Prior-Administrator der Abtei Maria Laach gewählt”

  1. Katharina Maria . Identicon
    Katharina Maria .
    6. September 2014 16:05

    Pater Prior Administrator Albert Sieger, Glück und Segenswünsche.
    Aquilla non captat muscas…. ..
    Dieser Adler fliegt nicht davon, er wird das Kloster und die Kirche würdig vertreten, ja,- er wird unterwegs sein, und er trägt die Quell im- Herzen nichts ist einfach und doch wird Gott immer an seiner Seite sein.
    Der unbewegliche Gott, der in sich ruht, der alles Entschlüsse weise voraus sieht.
    Er, mit seinen Belebten ist Zukunft und Hoffnung.
    Katharina

  2. Manuel Identicon
    Manuel
    23. September 2014 13:02

    Kann mir jemand sagen, warum ein Konvent mit etwa 60 Mönchen nicht in der Lage ist, einen Abt zu wählen?

    Ich wünsche dem neuen Prior-Administrator Glück und Gottes Segen in dieser stolzen Abtei.

  3. Rudolf Steinmetz Identicon
    Rudolf Steinmetz
    24. September 2014 19:38

    @Manuel: Weil ein Konvent immer aus mehreren Parteien besteht: den Jungen, die alles besser wüssten, die Mittleren, die gerade am Drücker sind, und dann die Alten, die mehr – oder meist weniger gewürdigt werden. Der Abt als demokratisches Produkt ist meist das kleinste, gemeinsame Vielfache. Oftmals ist das aber in den eigenen Reihen gar nicht zu finden, zB weil es Vorbehalte gibt, offene Rechnungen, ungeklärte Vorfälle. Denn die Problemlösungskapazität, etwas zum Bereinigen solcher Verstrickungen, ist eher schwach ausgeprägt. Dann wählt man halt einen Prior. Wenn der schlau ist, dann holt er sich einen guten Ratgeber. Dann schafft er vielleicht den Turnaround. Sonst holt man sich als Abt jemand von draussen. Dann werden einige Mönche das Kloster verlassen, weil sie den Neuen nicht mögen. Schon Platon kritisierte die Demokratie als Vorstufe zur Tyrannei. Deshalb stand weder in den altorientalischen, noch in den iro-schottischen Klöster der Abt zur Wahl. Sondern allein der Abt wählte seine Novizen und seinen Nachfolger aus, und trainierte sie. Nur so vermeidet man Know-how-Verlust.

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