Reichenstein
Kloster Reichenstein, ehemalige Prämonstratenserpropstei in Kalterherberg, Gem. Monschau, in der Eifel, Diözese Aachen; zukünftiges Tochterkloster der traditionalistischen Benediktinerabtei Notre-Dame de Bellaigue.
Kloster
Gestiftet 1139 von Herzog Walram III. von Niederlothringen und den Prämonstratensern übergeben, war Reichenstein ein Doppelkloster, bis die Männer 1250 das Kloster verließen und zu ihren Mitbrüdern nach Steinfeld gingen. 1487 verließen die letzten Chorfrauen nach einem gescheiterten Reformversuch das Kloster und Kanoniker aus Steinfeld kamen im Gegenzug wieder nach Reichenstein zurück.
Nach einer wechselvollen Geschichte mit Zerstörung und Wiederaufbau, wurde das Kloster 1802 durch Napoléon Bonaparte aufgelöst. Die Ländereien und die ehemaligen Klostergebäude wurden versteigert und zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb umgewandelt. In den 1970er-Jahren wurden die verfallenden Gebäude teilweise wieder instandgesetzt.
Im November 2007 kaufte der von der Priesterbruderschaft St. Pius X. gegründete Verein St. Benedikt das Kloster, das 2010/11 von Mönchen der nicht zum Benediktinerorden gehörenden französischen Abtei Notre-Dame de Bellaigue besiedelt werden soll. Die Einsegnung der neu eingerichteten Klosterkirche nahm Prior Dom Matthäus Haynos am 16. Mai 2009 vor.
Die Pläne der neuen Eigentümer sehen vor, auf der Südseite an historischer Stelle wieder einen Kreuzgang zu bauen. Ein zweigeschossiger Anbau soll im Obergeschoss die Mönchszellen (Dormitorium) beherbergen und unten den Kapitelsaal, Refektorium und Küche aufnehmen. Für Gäste sollen in den ehemaligen Stallungen Zimmer eingerichtet werden. Die rund 35 Hektar umfassenden Ländereien sollen ökologisch bewirtschaftet werden.
Die Gründung des Traditionalistenklosters ist umstritten und wird von der Diözese Aachen nicht anerkannt.
Adresse:
Verein St. Benedikt
Gut Reichenstein
52156 Monschau
Lage & Anfahrt
Video
Letzte Änderung: 6. April 2010
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Kommentare
2 Kommentare zu “Reichenstein”
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Eine wunderschöne Nachricht! Diese mutigen Mönche mögen ein segensreiches Wirken in der weitgehend entchristianisierte Gegend von Aachen bringen. Der aachener Bischof sollte, wie die meisten deutschen Bischöfe auch, vor der eigenen Türe kehren! Wie steht es in seiner Diözese um die Liturgie, um die Priesterausbildung, um die Umsetzung der Leitlinien des heiligen Vaters, um die apostolische Überlieferung überhapt? Das ist die Frage.
Die Ablehnung gegenüber die überlieferte Tradition der katholischen Kirche ist mittlerweile bei vielen Bischöfen in Hass gegen die Papsttreuen Priester und in offene Ablehnung und Rebellion gegen den heiligen Vater umgeschlagen.
Und damit der Wiederaufbau auch gelingt, gibt es das Kloster Reichenstein inzwischen online: http://www.kloster-reichenstein.de
Vielleicht mal besuchen?
Konrad Fischer