Aichler, David


David Aichler OSB (* 1545 Mindelheim; † 25. Feb. 1596 in Andechs), 1588–1596 Abt von Andechs; er spielte eine bedeutende Rolle in der bayerischen Gegenreformation.

LebenAichler wurde 1564 Mönch des Benediktinerklosters Ottobeuren (Profess 14. Mai 1564), wo er einen Bibliothekskatalog anlegte. 1571 bis 1576 war er Administrator des Klosters St. Mang in Füssen. 1588 wurde er zum Abt des Klosters Andechs postuliert.

Aichler machte sich um die wirtschaftliche und disziplinäre Sanierung des Klosters Andechs verdient. Ihm gelang die von seinen Vorgängern vergeblich versuchte Reform der Abtei, indem er wieder ein gewissenhaftes klösterliches Leben auf der Grundlage des Visitationsprotokolls von 1588 einführte. Er vergrößerte den Bestand der Bibliothek und erwarb die ehemalige Augustinerpropstei Paring. Wegen seines erfolgreichen Wirkens in Andechs wurde er auch mit der Visitation anderer Klöster betraut.

Aichler unterstützte die Gegenreformation in Bayern und verfasste mehrere geschichtliche Werke, darunter eine Klostergeschichte von Füssen und das Chronicon Andecense (München, 1595).

Werke
  • Acta
    (Memorialbüchle), 1574–76 (Klostergeschichte von Füssen)
  • Chronicon Andecense, 1595
  • Chronologia miscellanea, 1595

Literatur
  • NDB 1, S. 116–117
  • Mathäser, Willibald: Andechser Chronik. – München, 1979
  • BBKL I (1990) Sp. 67–68
  • LThK3 I (1993) Sp. 271

Letzte Änderung: 8. Juli 2009 

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