Kellenried


Kloster St. Erentraud, Abtei der Benediktinerinnen in Kellenried, Gemeinde Berg, Lkr. Ravensburg; Diözese Rottenburg-Stuttgart; gelegen auf einer Anhöhe am westlichen Rand des Schussentals.

Klosterführer

Kloster Kellenried

Kloster Kellenried

Das Kloster St. Erentraud wurde 1924 unter der Leitung von Erzabt Raphael Walzer als Frauenkloster der Beuroner Kongregation gegründet und 1926 zur Abtei erhoben. Die ersten Schwestern kamen aus dem Nonnberger Priorat St. Hemma in Gurk (Kärnten), das vollständig nach Kellenried verlegt wurde, und der Abtei St. Gabriel in Bertholdstein (Steiermark). Klosterpatronin ist die hl. Erentraud, die erste Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg in Salzburg. Die Abstammung der Abtei von zwei Klöstern zeigt sich noch heute im Wappen.

Die Klostergebäude wurden auf einem von den Eheleuten Johann und Rosalia Marschall zur Verfügung gestellten Hofgut erbaut. Die Abteikirche wurde 1923/24 in barockisierendem Stil von Adolf J. Lorenz errichtet. In ihr verbinden sich neobarocke Formen mit Elementen aus Jugendstil und Neuer Sachlichkeit. Der Innenraum wurde bei der Renovierung 1983 durch Elmar Hillenbrand neu ausgestaltet.

Von 1940 bis 1945 waren die Schwestern von den Nationalsozialisten aus dem Kloster vertrieben und lebten im Exil. Zwischen 1955 und 1965 wurden einige Baulücken der Klosteranlage geschlossen (Anbau der Gästekirche, Westflügel, Verlängerung der Nordseite). Am 15. Mai 1958 wurde die Kirche geweiht.

Die Lebensweise der rund 25 Schwestern ist monastisch-kontemplativ (Nonnen), der Tag gegliedert durch die Feier der Liturgie und das gemeinsame Chorgebet. Äbtissin ist seit 1999 M. Regina Kuhn.

Die Schwestern unterhalten mehrere kunsthandwerkliche Werkstätten und ein Gästehaus für Besinnungstage und geistliche Kurse. Die selbstgefertigten Krippenfiguren und Kerzen werden im Klosterladen verkauft.

Die Abtei besitzt eine barocke Weihnachtskrippe mit Figuren aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die jedes Jahr von Weihnachten bis zum 2. Februar ausgestellt wird.

Adresse

Abtei St. Erentraud
Kellenried 3
88276 Berg

Tel.: 07505 95660
Fax.: 07505 1620
Web: www.abtei-kellenried.de

Literatur

  • M. A. Fleischmann: Die Abtei St. Erentraud zu Kellenried. In: Erbe und Auftrag 39 (1963) 488–496
  • L. Kuntz: Fünfzig Jahre Kloster Kellenried. In Erbe und Auftrag 50 (1974) 321–326
  • Peda, Gregor: Kellenried : Benediktinerinnenabtei St. Erentraud. – Passau : Kunstverlag Peda, 1999
  • Ignatia Kretz u.a.: Frauen, die das Leben lieben : Benediktinerinnen der Abtei St. Erentraud, Kellenried. – Ravensburg : Oberschwäbische Verlags-Anstalt, 2001, 22002

Lage & Anfahrt

Mit der Bahn bis Ravensburg:

Weiterfahrt mit Buslinie 10 (Halteplatz 13) Richtung Fleischwangen bis Bedarfshaltestelle Dietenhofen – Kellenried (verkehrt Mo – Sa).

Anfahrt mit dem Auto:

Von Weingarten auf der B 32 bis Blitzenreute, nach dem Ortsausgang links abbiegen; nach ca. 3 km in Baienbach nochmals links abbiegen; nach weiteren 3 km liegt rechts die Abtei.

Von Ravensburg geht es über Berg-Ettishofen Richtung Fronhofen; nach ca. 7 km Steigung werden auf der Höhe links die Türme der Abtei sichtbar.

Letzte Änderung: 11. August 2009 

Kommentare

Ein Kommentar zu “Kellenried”

  1. Norbert Schmitt Identicon
    Norbert Schmitt
    28. Februar 2014 11:42

    Kann man dieses schöne Kloster auch von innen sehen?

Was sagen Sie dazu?