St. Stephan, Augsburg


Abtei St. Stephan, Benediktinerabtei (Bayerische Benediktinerkongregation) in Augsburg; gegründet 1835 von König Ludwig I. von Bayern, v.a. zum Zweck der Jugenderziehung im seit 1828 bestehenden Gymnasium und Internat.

Heute

Kloster St. Stephan

Abtei St. Stephan in Augsburg (Foto: St. Stephan)

Das Kloster St. Stephan liegt im Grüngürtel am Rande der Altstadt von Augsburg. Im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff 1944 fast völlig zerstört, wurden Kirche und Kloster 1950 bis 1975 als moderner Zweckbau wiedererrichtet. Nur das schmiedeeiserne Abschlussgitter am Eingang der Kirche erinnert noch an die barocke Pracht.

Zur Abtei gehört das Tagesinternat St. Joseph und das Gästehaus St. Benedikt. Das 1828 gegründete Gymnasium bei St. Stephan ist seit 2000 in der Trägerschaft der Stadt Augsburg.

Die 17 Mönche sind tätig als Lehrer am Gymnasium bei St. Stephan, im Tagesinternat St. Joseph, in der Erwachsenenbildung, im Gästehaus St. Benedikt, in der außerordentlichen Seelsorge, sowie in pflegerischen und handwerklichen Bereichen. Klostervorsteher ist seit 2006 P. Theodor Hausmann OSB, zunächst als Prior-Administrator, seit Mai 2009 als Abt.

Kloster auf Zeit

Interessierte Frauen und Männer sind eingeladen, mit den Mönchen die Tagzeiten zu teilen, die Stundenliturgie und die Eucharistiefeier mitzufeiern, sowie auf Wunsch auch auf dem Klostergelände mitzuarbeiten (großer Garten!).

Die Gestaltung der Tage geschieht für Einzelgäste individuell. Die Unterbringung erfolgt für Männer auf Wunsch in der Klausur, für Frauen im Gästehaus St. Benedikt.

Adresse:

Benediktinerabtei St. Stephan
Stephansplatz 6
86152 Augsburg

Web: www.abtei-st-stephan.de

Geschichte969 gründete Bischof Ulrich von Augsburg an der Stelle des heutigen Klosters am Rande der Altstadt ein weltliches Kanonissenstift für adelige Damen unter das Patronat des Erzmärtyrers Stephanus, das bis zur Säkularisation 1803 bestand. Bis 1828 wurden die Gebäude als Armeedepot genutzt, bis König Ludwig es zur Gründung einer Benediktinerabtei räumen ließ. Noch im selben Jahr 1828 wurde auf Drängen des katholischen Teils der Augsburger Bürger die katholische Studienanstalt eingerichtet. Sie umfasste eine Lateinschule, das eigentliche Gymnasium, ein Lyzeum (später Philosophische Hochschule bis 1969), und das Internat.

Da die Neubesiedlung durch Benediktinermönche schwieriger war als erwartet, wurde als erstes bayerisches Kloster der Konvent in Metten begründet (1830). Erst im Dezember 1834 wurde auch das Kloster St. Stephan gestiftet und im Mai 1835 kanonisch errichtet. Den Benediktinern, die der erste Abt, Barnabas Huber, aus mehreren österreichischen und schweizerischen Klöstern erbettelt hatte, wurde die Studienanstalt übertragen. St. Stephan wurde Mutterkloster für die Priorate Metten (Abtei 1836) und Ottobeuren (Abtei 1918). 1893 schloss sich St. Stephan der Bayerischen Benediktinerkongregation an und wurde aus der bischöflichen Jurisdiktion entlassen.

Äbte

  1. Barnabas Huber 1834-1851
  2. Theodor Gangauf 1851-1859
  3. Raphael Mertl 1859-1889
  4. Eugen Gebele 1889-1903
  5. Theobald Labhardt 1903-1915
  6. Placidus Glogger 1915-1920
  7. Johannes Ruhland 1941-1970
  8. Albert Brettner 1970-1987
  9. Emmeram Kränkl 1987-2006
  10. Theodor Hausmann, seit 2009 (2006–2009 Prior-Administrator)

Literatur: Weidenhiller, Egino (Hg.): Ad Sanctum Stephanum 969–1969: Festgabe zur Tausendjahr-Feier von St. Stephen in Augsburg. – Augsburg: Eigenverlag St. Stephan, 1969

Wappen

wappen-st-stephanGeteilt von Silber und blau; oben aus einer Flamme emporsteigender goldener Phönix, auf der Brust ein blaues Schildchen, darin der silberne Großbuchstabe L; unten eine silberne Rosette.

Lage & Anfahrt

Letzte Änderung: 4. Oktober 2010 

Kommentare

2 Kommentare zu “St. Stephan, Augsburg”

  1. Tumlirsch Alexandra Identicon
    Tumlirsch Alexandra
    15. September 2014 12:43

    Ich hätte einen guten Vorschlag zu machen. Da ihr ja einen sehr großen Garten besitzt, könntet ihr nicht eine kleine Tür in diese große mauer einarbeiten und die alten Leute an eurem Garten miterfreuen, das wäre sehr Christlich. Vielleicht hättet ihr auch ein wenig Platz für ein kleinen Pool wo man Wassertreten kann, das würde euch Patres auch gut tun. Ich sah es in Lechhausen St Anna und Wolfgang. das ist zur heißen Sommerzeit ein wahres Erholungsprogram. Die Leute in st. Afra haben ja sonst überhaupt nichts von der Natur die uns eigentlich Gott allen geschenkt hat

  2. Bert (Lambert) Schürmann Identicon
    Bert (Lambert) Schürmann
    15. September 2014 15:46

    ..sehr erfrischend.

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