Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien


Die Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien (lat. Congregatio Ottiliensis Ordinis Sancti Benedicti) ist eine monastische Kongregation, die sich aus selbständigen Klöstern zusammensetzt. Sie ist Mitglied der Benediktinischen Konföderation.

Die Kongregation wurde 1887 von dem Schweizer Benediktinerpater Andreas Amrhein aus Beuron gegründet und sollte sich vor allem der Mission in Afrika und Asien widmen. Das Stammhaus in St. Ottilien besteht seit 1887. 1902 wurde es zur Abtei erhoben.

Schutzpatronin ist die heilige Ottilie, die blind geboren wurde, durch ein Wunder das Augenlicht erhielt und später selbst Ordensschwester und Äbtissin war.

Weltweit gehören heute (Ende 2006) mehr als 1060 Mönche zu dieser Kongregation. Sie unterhalten unter anderem Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Waisenhäuser in insgesamt 17 verschiedenen Ländern.

Missionseinsatz

Schon kurz nach der Gründung wurden die ersten Missionsbenediktiner als Missionare entsandt. Sie haben seither rund 50 neue Abteien, Priorate und abhängige Häuser in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika gegründet. Zentrum der Tätigkeit war zunächst Ostafrika (ab 1887). Sehr früh kamen Korea (1909), das Zululand in Südafrika (1921) und die Mandschurei (1921) dazu.

In den Missionsgebieten helfen die Missionsbenediktiner beim Aufbau der Ortskirche und der Errichtung apostolischer Präfekturen, Vikariate und Diözesen. Die ersten Bischöfe stellten die Missionare in der Regel selbst. Später übergaben sie Pfarreien und Bistümer mehr und mehr in einheimische Hände. Allein aus dem weit ausgedehnten Missionsgebiet um das ostafrikanische Dar es Salaam sind bis heute acht Diözesen entstanden.

Klassische Erstmission betreiben Ottilianer Mönche derzeit bei den Nomadenvölkern in der Nähe des Turkana-Sees an der Grenze zwischen Kenia und Äthiopien. Dort wo die Verbreitung des Christentums weiter vorangeschritten ist, haben Bildungsaufgaben und karitative Tätigkeiten im Vergleich zur Evangelisierung an Bedeutung gewonnen. So unterhalten die Missionsbenediktiner heute Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Waisenhäuser in allen Teilen der Erde. Allein in Tansania werden derzeit vier Krankenhäuser, ein Aids-Waisenhaus, neun Schulen und drei Gäste- und Exerzitienhäuser von Missionsbenediktinern betreut. Außerdem sind dort 19 Pfarreien unter der Obhut der Mönche.

Selbständige Klöster der Kongregation

Weblink

Letzte Änderung: 16. Juli 2009 

Kommentare

7 Kommentare zu “Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien”

  1. Weber Guenther Identicon
    Weber Guenther
    24. Oktober 2011 00:41

    Ich würde gerne an einem Missionsprojekt in Afrika oder anderstwo unentgeltlich mit meiner Lebensgefährtin teilnehmen. Zeitlich unbegrenzt. Für ein persönliches Gespräch wäre ich gerne bereit.

  2. Wimschneider Wilhelm, Dr. Identicon
    Wimschneider Wilhelm, Dr.
    23. November 2011 11:47

    Grüß Gott,
    ich möchte eine Spende an das Projekt Florian von Wittelsbach überweisen und bitte um die Kontoverbindung.
    Der jüngste TV-Bericht über seine Tätigkeit vor einigen Monaten hat mich sehr beeindruckt.
    Wilhelm Wimschneider

  3. jeremias Identicon
    jeremias
    24. November 2011 09:01

    Bitte schicken Sie mir eine Email an jeremias@ottilien.de; ich sende Ihnen dann die Kontoverbindung zu. MfG

    Erzabt Jeremias, St. Ottilien

  4. Manfred Strobel Identicon
    Manfred Strobel
    29. Dezember 2011 16:36

    Grüß Gott,

    meine Frau heißt Ottilie. Anlässlich eines Kuraufenthalts in Abano Terme (Italien-Veneto) vor etwa 30 Jahren besuchten wir zufällig ein Kloster in der Nähe, das zum Ottilien-Orden gehörte. Wir wurden herzlich aufgenommen.

    Nun sind wir wieder in Abano und finden das Kloster nicht mehr. Auch Nonnen des Klosters S. Daniele kenen kein Ottilien-Kloster in der Nähe. Gibt es das nicht mehr?

    Wir würden es gerne wieder besuchen.

    Manfred Strobel

  5. Emmanuel M. Identicon
    Emmanuel M.
    30. Dezember 2011 17:01

    @ Manfred Strobel: Da es meines Wissens keine Niederlassung der Kongregation von St. Ottilien in Norditalien gibt, könnte es sich in Ihrem Falle um die Abtei Praglia handeln, welche in der Nähe von Abano Terme liegt. Übrigens ein wunderschönes Kloster! http://www.praglia.it

  6. Ein Mönch aus St. Ottilien Identicon
    1. Januar 2012 11:54

    Vor rund 25 Jahren war ein Ottilianer Mönch (ich) auf Urlaub in Praglia und hat damals einige deutsche Reisegruppen begrüßt – daher vermutlich die Verwechslung. Gutes Neues Jahr aus St. Ottilien!

  7. Ute Hoffmann Identicon
    Ute Hoffmann
    25. August 2012 13:07

    Ich würde gerne als Ergotherapeutin mein Wissen und Können in Afrika einsetzen.
    Gibt es da Möglichkeiten über den Orden oder können Sie mir zu Kontaktadressen verhelfen?
    Danke
    Mit Gruß, Ute Hofffmann

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